überborden
Verb:

Flexion

Worttrennung:
über·bor·den, Präteritum: über·bor·de·te, Partizip II: über·bor·det
Aussprache:
IPA [yːbɐˈbɔʁdn̩]
Bedeutungen:
[1] im Ursprung schweizerisch, oft über Wasser, einen Fluss, aber auch über anderes: über die Ufer/Grenzen treten
[2] übertragen, wertend: ein Normalmaß weit hinter sich lassen, zu viel werden/sein
Herkunft:
Derivation (Ableitung) zum Substantiv Bord mit dem Derivatem über-
Gegenwörter:
[1] zurückhalten
[2] im Rahmen bleiben
Beispiele:
[1] „Der Bewässerungsentwurf sieht die einfache Hangwässerung vor, bei der den einzelnen Wässergewannen das Wasser in einem auf der Höhenlinie des Gewannes verlaufenden Horizontalgraben zugeführt wird; das Wasser überbordet diesen Graben.“
[1] „Diese Vorgangsweise sei nicht Stand des technischen Wissens, weil Hochwässer eben nicht mit spiegelglatter Oberfläche auftreten und bei so knappen theoretischen Verhältnissen in der Realität überborden würden.“
[1] „Hochwasser ist das unvorhersehbare, unregelmäßige Ansteigen und Überborden von Gewässern, Stauseen sowie sonstigen künstlichen Wasseranlagen.“
[1] „Insofern das Gedicht allegorisch ist, überbordet es freilich diesen Kommunikationsraum, sagt es etwas anderes als es selbst.“
[1] „Der ‚expansionistische Drang‘ des tonalen Zentrums ‚überbordet die Grenzen, und am Ende dieses Prozesses stand notwendigerweise die Einbeziehung des gesamten Ton- und Zusammenklangsbereiches in ein einziges Dominium‘.“
[2] „Die Tendenz, dass die unaufschiebbaren Aufgaben überborden, bewirkt zugleich einen Verdrängungsprozess der weniger eiligen Tätigkeiten.“
[2] „So könnte Österreich den Marktzugang auf Anbieterseite nicht mehr kontrollieren, sodass die derzeit hohen Standards (wie zB Kapitalausstattung, Qualifikation, Betrugsvorbeugung etc.) im Interesse des Spielerschutzes nicht mehr gewährleistet wären, Spielersperren im Zusammenhang mit exzessivem und existenzbedrohendem Spiel nicht mehr exekutiert werden könnten, das Angebot und damit der Anreiz zum Spiel überborden würde, Werbebeschränkungen nicht mehr wirksam durchgesetzt werden könnten und keinerlei Aufsicht über die Anbieter mehr möglich wäre.“
[2] „So sehr die Bürokratie überbordet, so wenig ist es möglich, sich so zu verhalten, als könne alles nach eigenem Gutdünken geregelt werden.“



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