arm
Adjektiv:

Worttrennung:
arm, Komparativ: är·mer, Superlativ: ärms·ten
Aussprache:
IPA [aʁm]
Bedeutungen:
[1] mittellos, kein Geld besitzend
[2] bedauernswert
[3] gering ausgestattet mit
Herkunft:
unklar und umstritten, aus dem Mittelhochdeutschen von althochdeutsch arm oder aram, seit dem 8. Jahrhundert belegt, vielleicht über ein germanisches Wort im Sinn „verlassen“ von einer indoeuropäischen oder indogermanischen Wurzel im Sinn „verwaist
Gegenwörter:
[1] reich
[2] beneidenswert
[3] oft, reichlich vorkommend; voll ausgestattet mit
Beispiele:
[1] Bei großen sozialen Einschnitten werden viele Leute arm.
[1] Das ist eine arme Gegend hier.
[2] „Armes Häschen bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst?“ (Kinderlied)
[3] Mitteleuropa ist arm an Bodenschätzen, weil diese seit Jahrhunderten ausgebeutet werden.
[3] Weil die Sommer arm an Ereignissen waren, wurde das Sommerloch erfunden.
Redewendungen:
[1] arm wie eine Kirchenmaus sein
Übersetzungen:
Arm
Substantiv, m:

Worttrennung:
Arm, Plural: Ar·me
Aussprache:
IPA [aʁm]
Bedeutungen:
[1] Anatomie: ein paariges Körperteil beim Menschen, das sich zwischen Rumpf und Hand befindet; Vorderextremität
[2] (meist technisch oder übertragen): Bau- oder Bestandteile, die in der Form einem Arm ähneln
[3] übertragen: für Arbeitskraft, Hilfskraft, Unterstützung
[4] übertragen: für Macht, fremde unüberwindbare Kräfte, Einflüsse, höhere Gewalt, hierarchisch übergeordnete Personen, Wesen
[5] umgangssprachlich: Ärmel
[6] Schimpfwort wie Arsch
Herkunft:
mittelhochdeutsch arm, althochdeutsch ar(a)m, germanisch *arma- „Arm“, von indoeuropäisch arə „zusammenfügen, passen“; belegt seit dem 8. Jahrhundert
Synonyme:
[1] Glied, Vorderextremität
[2] Bauteil, Baugruppe, Bestandteil, Detail, Einzelheit, Glied, Komponente, Teil, Zweig
[3] Arbeitskraft, Glied, Helfer, Hilfsarbeiter, Hilfskraft
Gegenwörter:
[1] Bein
Beispiele:
[1] So lange Arme hat sie nicht.
[1] Irgendwann fällt mir noch der "Arm" ab.
[1] „Zwei Wächter hielten den zum Gelage angereisten Fürsten an den Armen fest.“
[1] „Dort stand die Mutter über den Handstein gebeugt, einen Arm auf den Messinghahn gelegt und darauf die Stirn.“
[1] „Er antwortete nicht, legte nur seine Hand auf ihren Unterarm, und sie zog den Arm nicht zurück.“
[1] „Sein gesunder Arm hing nach unten, wies in die Tiefe.“
[2] Der Roboter baut mit seinen Armen Autos zusammen.
[2] Mit dem Arm kann der Kran schwere Dinge heben.
[3] Sein rechter Arm verrichtet für Ihn alle grausamen Dinge.
[4] Der Mörder konnte noch gefasst werden, der Arm der Gerechtigkeit hat zugeschlagen.
[5] Kannst du den rechten Arm meiner Jacke wieder annähen?
[6] Du blöder Arm du!
Redewendungen:
den Kopf unter dem Arm tragen
jemandem unter die Arme greifen - jemandem helfen
jemandem in den Arm fallen
sich in die Arme fallen
jemanden auf den Arm nehmen, jemanden mit offenen Armen aufnehmen/jemanden mit offenen Armen empfangen
Übersetzungen:


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