Armenhaus
Substantiv, n:

Worttrennung:
Ar·men·haus, Plural: Ar·men·häu·ser
Aussprache:
IPA [ˈaʁmənˌhaʊ̯s]
Bedeutungen:
[1] veraltet: Unterkunft für Bedürftige
[2] figurativ, umgangssprachlich: Gebiet eines Landes/Kontinents/einer Region, das/die sich wirtschaftlich unterdurchschnittlich entwickelt (beispielsweise könnte es ein geringes Wachstum/BIP haben)
Herkunft:
Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Armer und Haus sowie dem Fugenelement -en
Synonyme:
[1] Armenasyl, Armenheim, Heim, Obdachlosenasyl
[1] veraltet: Ptochodochium
Beispiele:
[1] Sie brachten die Familie im Armenhaus unter.
[1] „So als habe man sie gerade aus dem Kittchen oder dem Armenhaus entlassen.“
[2] „Trotzdem bleibt Süditalien lange Zeit das Armenhaus des Landes, und viele wandern nach Amerika aus.“
[2] „Kaum eine Gegend in Europa hat in den vergangenen Jahrzehnten einen derartigen Aufstieg erlebt wie Südtirol - vom einstigen Armenhaus zur prosperierenden Region.“
[2] [Schlagzeile:] „Vietnam: Vom Armenhaus zum Wirtschaftswunder“
[2] „Haiti ist ein Armenhaus.
[2] Wenig Industrie, schlechte Böden: Der Landesteil [Anmerkung: Wales] mit seinen etwa drei Millionen Einwohnern wird auch Armenhaus des Vereinigten Königreichs genannt […].
[2] „In Libyen droht der Staatszerfall, im Jemen, dem arabischen Armenhaus, sprechen die Vereinten Nationen heute von der größten humanitären Katastrophe der Welt.“
[2] „Das von Maduro mit harter Hand regierte Venezuela hat zwar die größten Ölreserven der Welt, ist aber zum Armenhaus Südamerikas mutiert.“
[2] [Simbabwe und sein Ex-Staatschef Robert Mugabe:] „Unter seiner Führung war aus der einstigen Kornkammer der Region ein Armenhaus geworden.“
[2] „Früher galt Puerto Rico als Juwel der Karibik, als Sehnsuchtsort. Diese Zeiten sind vorbei. Heute ist die Insel ein Armenhaus.
Übersetzungen:


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