Armut
Substantiv, f:

Worttrennung:
Ar·mut, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈaʁmuːt]
Bedeutungen:
[1] ein Fehlen von materiellen Mitteln, ein Mangel an Chancen, ein Leben zu führen, das einem gewissen Minimalstandard entspricht
[2] das Fehlen von Fähigkeiten, Fertigkeiten, geistige Armut
[3] veraltend: die Gesamtheit armer Menschen
Herkunft:
mittelhochdeutsch aramuot(e), althochdeutsch aramuoti, aramuotī, eine Ableitung zu arm mit unklarem Derivatem (Ableitungsmorphem); das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt
Gegenwörter:
[1] Reichtum
Beispiele:
[1] "Armut ist das Los der großen Menschheitshelfer."
[1] Die in der Welt herrschende Armut sollte die Menschen zum Nachdenken bringen.
[1] „Die Armut der Familie Palm war eine verdrossene, gleichwohl erduldete Armut.“
[1] In Europa nimmt nach Angaben von UN-Experten die Armut als Folge von Arbeitslosigkeit und nur geringfügig bezahlter Beschäftigung weiter zu.
[1] Die Wahrscheinlichkeit [für Kinder], in Armut aufzuwachsen, ist höher, wenn die Eltern alleinerziehend sind.
[1] Einmal arm, immer arm - diese Gleichung stimmt zwar nicht zwangsläufig. Selbstverständlich fördern auch viele einkommensschwache Eltern ihren Nachwuchs, so gut es eben geht. Doch häufig verfestigt sich Armut.
[2] Seine Armut an gutem Ausdrucksvermögen ist erschreckend.
[3] „Die Hartnäckigkeit, die … bei der Dokumentation der - wie Goethe sagte - Weimarer Armut und ihrer geringen Rechte entwickelt, entspringt wohl einem Gefühl dafür, dass heutige Vorgänge auf Sozialämtern und der geplante allgemeine Arbeitszwang uns zwar als ›modern‹ präsentiert werden, sich im Grunde aber nicht mehr von dem Prinzip unterscheiden, das die Ständegesellschaft ökonomisch ausbalancierte.“(Internet-Beleg)
Übersetzungen:


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