Artikulation
Substantiv, f:

Worttrennung:
Ar·ti·ku·la·ti·on, Plural: Ar·ti·ku·la·ti·o·nen
Aussprache:
IPA [ˌaʁtikulaˈt͡si̯oːn]
Bedeutungen:
[1] Linguistik: Bildung von Lauten mit Hilfe der Artikulationsorgane
[2] Musik: die Differenzierung der Tonerzeugung beim Singen und Musizieren
[3] Graphentheorie: ein Knoten eines Graphen mit bestimmten Eigenschaften
[4] Didaktik: die zeitliche Gliederung von Unterrichtsstunden oder Lernprozessen
[5] Zahnmedizin: die Kaubewegungen des Unterkiefers
[6] Kunst, Architektur: eine Methode zur Gestaltung der Verbindungen in den formalen Elementen
Herkunft:
im 17. Jahrhundert von lateinisch articulatio entlehnt
Ableitung vom Stamm von artikulieren mit dem Ableitungsmorphem -ation
Synonyme:
[1] Akzent, Aussprache, Betonung, Diktion, Redestil, Sprechweise, Stimme, Tonfall
[3] Gelenkpunkt
Beispiele:
[1] Die korrekte Artikulation von Nasalvokalen fällt manchem schwer.
[1] „Die Karten des Projekts belegten eindrucksvoll, wie viele Faktoren bei der Artikulation eine Rolle spielen: nationale Grenzen genauso wie regionale; aber auch der lautliche Kontext, die Häufigkeit eines Wortes, Wortartenunterschiede und die einzelnen Erhebungssituationen beeinflussen die Aussprache.“
[1] „Viele anscheinend ungewöhnliche Artikulationen können auf frühere Entwicklungsstufen rückverfolgt werden.“
[2] Die musikalische Artikulation beschreibt, wie mehrere aufeinanderfolgende Töne phrasiert werden.
[3] Eine Artikulation ist im mathematischen Sinne der Knoten eines Graphen, dessen Entfernen die Anzahl der zusammenhängenden Teilgraphen erhöhen würde.
[4] Der Lehrer sollte nicht auf ein Artikulationsschema zurückgreifen, sondern seine eigene Artikulation vornehmen.
Übersetzungen:


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