Berufung
Substantiv, f:

Worttrennung:
Be·ru·fung, Plural: Be·ru·fun·gen
Aussprache:
IPA [bəˈʁuːfʊŋ]
Bedeutungen:
[1] besondere Befähigung, die jemand als Auftrag empfindet
[2] der Verweis auf jemanden oder etwas
[3] Rechtsmittel gegen einen Bescheid oder ein Gerichtsurteil
[4] Ernennung in ein öffentliches Amt von Kirche oder Staat (Höchstrichter, Priester, Universitätsprofessor usw.) oder Anstellung eines Künstlers (Dirigent, Theaterdirektor, Schauspieler, Musiker usw.)
Herkunft:
Substantivierung durch Derivation (Ableitung) des Verbs berufen mit der Suffigierung -ung
Synonyme:
[1] Sendungsbewusstsein
[2] Bezug, Hinweis, Referenzierung, Verweisung
[3] Beschwerde, Einspruch, Rekurs, Widerspruch
[4] Bestallung, Einsetzung, Engagement, Ernennung, Vokation
Gegenwörter:
[1] Selbstzweifel
[2] Beweis, Kritik
[3] Anerkenntnis, Annahme
[4] Abberufung, Ablehnung
Beispiele:
[1] „Aber unter den bösen, häßlichen Worten wachte etwas in mir auf, froh und stark; und das war der Glaube an mich, an mein Können, meine innere Berufung und an meinen endlichen Sieg über alle Hindernisse.“
[1, 4] „Um in ein Amt berufen zu werden, reicht für Calvin – wie für Luther und die anderen Reformatoren im Unterschied zu manchen "Schwärmern" – die "innere Berufung" (vocatio interna vel arcana) durch den Heiligen Geist und das Gewissen nicht aus. Damit alles ordnungsgemäß zugehe, muß die "äußere Berufung" (vocatio externa) durch die Gemeinde hinzukommen.“
[2] „Als er wieder zu sich kam, war er gebunden und mußte, trotz seines Passes und seiner Berufung auf Theopompus, den Häschern folgen.“
[2] „Der behutsamste Tadel der Maßregeln des Hofes, der kleinste Seufzer, den das Mitleiden mit sich selbst einem Unrecht leidenden Scheschianer auspreßte, die leiseste Berufung auf die Rechte der Menschheit, war ein Majestätsverbrechen.“
[3] „Jeder einzelne Deputierte bestieg die Rednertribüne und sprach eines der vier Urteile: Gefängnis; Deportation; Todesstrafe mit Aufschub oder Berufung an das Volk; Todesstrafe ohne Aufschub, ohne Berufung.
[4] „Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählt die Berufung durch Max Reinhardt als Regisseur an das Deutsche Theater in Berlin (1906/07) sowie die Leitung des Burgtheaters in Salzburg (1918).“
[4] „Der hochwürdige Herr Prälat wollte ihm durch diese Berufung zum Lehrer sein Vertrauen erweisen, wollte ihn dadurch auszeichnen.“
Redewendungen:
[2] unter Berufung auf
Übersetzungen:


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