Bruch
Substantiv, m:

Worttrennung:
Bruch, Plural: Brü·che
Aussprache:
IPA [bʁʊx]
Bedeutungen:
[1] das körperliche Brechen, Zertrennen eines Gegenstandes; Materials; der Ort des Brechens; ein Auseinandergehen, Trennen im weitesten Sinne von Gegenständen, Materialien, Verbindungen, Zusammenschlüssen
[2] Anatomie: eine Knochenfraktur bei Menschen und Tieren
[3] Anatomie: ein Eingeweidebruch bei Menschen und Tieren
[4] Rechtswesen: ein Nichteinhalten einer Vereinbarung, Vertrages, Übereinkunft
[5] das (gewaltsame) Auflösen, Lösen einer Verbindung
[6] synonym für: zerbrochene und damit meist in ihrem Wert geminderte Ware
[7] Textiltechnik, Schneidereihandwerk: ein eingebrachter Knick in einer Stoffbahn, in einem Bekleidungsstück
[8] Geologie: eine Verwerfung, eine Störungszone
[9] kurz für: ein Steinbruch
[10] Mathematik: die Darstellung eines Quotienten von Termen, insbesondere von ganzen Zahlen, bei der man einen zumeist horizontalen horizontalen Bruchstrich zieht, über diesem als Zähler den Dividenden schreibt und unterhalb als Nenner den Divisor.
[11] Jägersprache: abgebrochener Zweig
[12] gaunersprachlich: Gangstersprache, Rotwelsch: ein Einbruch
[13] veraltet: lange, weite Hose, die zum Beispiel Schiffer und Bauern trugen
[14] Molkereiwesen: geronnene und mit der Käseharfe zerteilte Milch, ein Zwischenprodukt bei der Käseherstellung
[15] Weinbau: eine Trübung oder Veränderung in der Farbe bei Most, Wein oder Sekt
[16] Zeitungswesen: der Knick in der Mitte von hochformatigen gefalteten Tageszeitungen
Herkunft:
mittelhochdeutsch bruch, althochdeutsch bruh, westgermanisch *bruki- „Bruch“ (verwandt mit brechen), belegt seit dem 9. Jahrhundert
[10] Bruch(zahl) ist eine Lehnübersetzung von lateinisch numerus fractus
Synonyme:
[1] Abspaltung, Abteilung, Abtrennung, Bresche, Dissens, Distanz, Ehescheidung, Einschnitt, Entzweiung, Fuge, Furche, Leck, Lockerung, Lücke, Narbe, Panne, Pass, Mulde, Riss, Ritze, Sabotage, Scheidung, Schisma, Spalt, Spalte, Spaltung, Sprung, Trennung, Umschlag, Umwälzung, Unterbrechung, Verfeindung, Zäsur, Zerwürfnis, Zwischenraum
[2] Fraktur, Knacks, Knochenbruch, Verletzung
[3] Hernie
[4] Fahrlässigkeit, Fehler, Fehltritt, Fehlverhalten, Meinungsverschiedenheit, Krach, Nichtbeachtung, Nichtbefolgung, Nichterfüllung, Verfehlung, Pflichtvergessenheit, Renitenz, Ungehorsam, Saumseligkeit, Übertretung, Unterlassung, Untreue, Verletzung, Versäumnis
[5] Abkehr, Streit, Feindschaft, Feindseligkeit, Gezänk, Hader, Händel, Hass, Lossagung, Lösung, Ungehorsam, Widerspenstigkeit, Zuwiderhandlung
[6] Abfall, Ausschuss, Bauschutt, Kehricht, Plunder, Ramsch, Sachbeschädigung, Sachschaden, Restmüll, Schleuderware, Zerbrochenes
[7, 8] Falte
[7] Falz, Knitter, Knick, Kniff
[8] Klamm, Verwerfung
[9] Canyon
[10] Bruchteil, Bruchzahl, Quotient, rationale Zahl
[12] Einbruch
[13] Hose, Beinkleid
Gegenwörter:
[1] Einung
[2, 3] Heilung
[4] Treue
[5] Bruchlosigkeit, Verbindlichkeit
[6] Ware
[7] Ebene, Fläche
[10] Produkt, Ganzzahl, irrationale Zahl
Beispiele:
[1] Es kam zwischen den Parteien zum offenen Bruch.
[2] Der Bruch des Beines verlief kompliziert.
[3] Du hebst dir einen Bruch.
[4] ein glatter Bruch der Vereinbarungen
[5] Ein Bruch mit den Traditionen setzte ein.
[6] Der Bruch taugt nicht einmal fürs Sonderangebot.
[7] Der Bruch auf dem Stoff war sichtbar.
[8] An dieser Stelle verläuft der Bruch.
[9] im Bruch arbeiten
[10] Jede periodische Dezimalzahl kann als Bruch zweier ganzer Zahlen dargestellt werden, z. B. 0{,}75 = \frac{3}{4}.
[11] Sie hat Bruch abgesteckt.
[12] einen Bruch unternehmen
[13] Du kannst doch in dieses kalte Wasser nicht ohne Brüche steigen!
[14] Der Bruch ist zu flockig, die Milch hätte wohl noch länger säuern sollen!
[15] Eine selbst kurze Berührung mit Kupfer oder Eisen kann bei einem ansonsten gesunden Wein zu Bruch führen.
[16] Auf dem Titel einer gut gemachten Tageszeitung stehen möglichst viele Nachrichten über dem Bruch, denn nur sie werben schon auf dem ersten Blick für das Blatt.
Übersetzungen: Substantiv, n:

Worttrennung:
Bruch, Plural 1: Brü·che, Plural 2: Brü·cher
Aussprache:
IPA [bʁuːx]
Bedeutungen:
[1] Biologie, Geografie: ein baumbestandenes Sumpf- oder Überflutungsgelände
Herkunft:
mittelhochdeutsch bruoch, althochdeutsch bruoh, weitere Herkunft womöglich westgermanisch brōka- „Sumpfland“, germanisch *brak- „Sumpf, stehendes Gewässer“. Das Wort ist seit dem 11. Jahrhundert belegt.
Synonyme:
[1] Luch, Moor, Morast, Sumpf; Marsch, Marschland
Beispiele:
[1] Das Bruch wurde 1766 urbar gemacht.
[1] „Der Wulfshof hatte das beste Weideland von allen Höfen, aber der Bauer hatte auch am meisten mit den Wölfen und Bären zu tun und mit den schwarzbunten Leuten, die hinten im Bruche wohnten.“
Übersetzungen:


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