Charisma
Substantiv, n:

Worttrennung:
Cha·ris·ma, Plural 1: Cha·ris·men, Plural 2: Cha·ris·ma·ta
Aussprache:
IPA [ˈkaːʁɪsma], [ˈkaʁɪsma], [kaˈʁɪsma], [ˈçaːʁɪsma], [ˈçaʁɪsma], [çaˈʁɪsma]
Bedeutungen:
[1] Religion, Christentum: die Gabe, Offenbarungen, Inspirationen und Erleuchtungen empfangen zu können
[2] ohne Plural: besondere Ausstrahlung einer Person
[3] Soziologie: Kurzform für charismatische Herrschaft
Herkunft:
seit dem 18. Jahrhundert bezeugt; Entlehnung aus dem Spätlateinischen charismaGeschenk, Gnadengabe“, das dem neutestamentlichen Griechisch {{ÜtGeschenk, (göttliche) Gnadengabe“ entstammt; dieses ging aus dem griechischen Verb χαρίζεσθαι „schenken“ hervor, einem Denominativ von χάρις „Gunst, Huld, Gnade, Freude, Anmut, Liebreiz“, das wiederum ein Deverbativ zu χαίρειν „Freude haben, liebhaben“ ist; die heutige Bedeutung geht von dem christlichen griechischen Begriff aus, der „Amtsgnade, die durch Handauflegen vermittelt wird“ bedeutet, daneben aber auch „besondere Gnadengaben“; die heutige Verwendung geht auf den Religionssoziologen Max Weber zurück, der unter »Charisma« die Begnadung bestimmter Persönlichkeiten mit besonderen, außeralltäglichen Fähigkeiten (in den Augen einer verehrenden Gemeinde und Anhängerschaft) versteht; diese Verwendung wurde dann auf die Politik und so weiter übertragen
Gegenwörter:
[3] Stigma
Beispiele:
[1] Im Neuen Testament wird erwähnt, dass die Charismen die Gaben des Heiligen Geistes sind.
[1] „Und mit seinem Charisma und dem internationalen Hintergrund entspricht natürlich niemand dem Bild vom Antichrist so genau wie Präsident Barack Obama.“
[2] Dieser Moderator hat Charisma.
[2] „Als habe jemand einen Schalter umgelegt, war es wieder da, das Charisma, das er schon in Chicago ausgestrahlt hatte.“
[2] Als jüngster jemals gewählter US-Präsident verkörperte John Fitzgerald Kennedy mit seinem strahlenden Charisma für viele Zeitgenossen den Aufbruch in eine hellere Zukunft.
[2] Insbesondere der außeralltägliche Charismatiker ist nicht nur rar, sondern sein Charisma ist auch besonders unbeständig - er weckt große Hoffnungen, die Menschen setzen hohe Erwartungen in ihn, trauen ihm besonders viel zu und wenn sich im "Realitätstest" diese hohen Erwartungen nicht erfüllen lassen, dann wenden sie sich enttäuscht von ihm ab, siehe Barack Obama.
[2] „An Chomskys Charisma war nichts elegant.“
[3] Nach Max Weber ist das Charisma eine der drei Herrschaften.
Übersetzungen:


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