Diskontinuität
Substantiv, f:

Worttrennung:
Dis·kon·ti·nu·i·tät, Plural: Dis·kon·ti·nu·i·tä·ten
Aussprache:
IPA [dɪsˌkɔntinuiˈtɛːt]
Bedeutungen:
[1] Eigenschaft einer Handlung, sich nicht gleichmäßig (kontinuierlich) in der Zeit weiterzuentwickeln, sondern unterbrochen zu werden
[2] Politik, parlamentarische Regelung: Umstand, dass ein Gesetzesentwurf erneut eingebracht werden muss, falls sich zwischenzeitlich das Parlament neu konstituiert hat und der Entwurf in der vorausgegangenen Legislaturperiode nicht abschließend behandelt wurde (dies ist die sogenannte sachliche Diskontinuität); auch: Umstand, dass ein Abgeordneter sein Mandat und Organe ihre Besetzung verlieren, wenn ein neuer Bundestag gewählt ist (personelle und organisatorische Diskontinuität)
[3] Geologie: Tatsache, dass ein Festkörper/Gestein nicht gleichmäßig aufgebaut ist, sondern dass sich innerhalb des Körpers messtechnisch zu lokalisierende Unterbrechungen finden
Herkunft:
Ableitung vom Substantiv Kontinuität mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) dis-
Gegenwörter:
[1] Fortsetzung, Gleichförmigkeit der Entwicklung, Kontinuität
Beispiele:
[1] „Diskontinuität in der Erwerbsbiografie ist in weiten Teilen ein gesellschaftliches Problem, das auf Veränderungen am Arbeitsmarkt zurückzuführen ist.“
[2] „In Deutschland ist der Grundsatz der Diskontinuität in § 125 S. 1 GO BT wie folgt niedergeschrieben: ‚Am Ende der Wahlperiode des Bundestages gelten alle Vorlagen als erledigt.‘“
[3] „Die Grenze zum Erdmantel wird von einer seismischen Diskontinuität markiert.“



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