Diskriminierung
Substantiv, f:

Worttrennung:
Dis·kri·mi·nie·rung, Plural: Dis·kri·mi·nie·run·gen
Aussprache:
IPA [dɪskʁimiˈniːʁʊŋ]
Bedeutungen:
[1] die Trennung oder unterschiedliche Behandlung von Objekten
[2] die Ungleichbehandlung von Individuen oder Gruppen; im strengen Wortsinn („Unterscheidung“) umfasst das Wort negative Diskriminierung (relative Benachteiligung) und positive Diskriminierung (relative Bevorzugung))
[3] umgangssprachlich, zum Teil auch in den Sozialwissenschaften: überwiegend eine Herabsetzung gegenüber anderen (der Mehrzahl), eine Herabwürdigung in der Geltung, im Wert
[4] eine unterschiedliche wirtschaftliche Behandlung von Staaten (zum Beispiel mittels Einfuhrzöllen)
[5] Psychologie: die Fähigkeit, Unterschiede zwischen verschiedenen Stimuli wahrzunehmen, sowie auf sie zu antworten
[6] Naturwissenschaften: die Unterscheidung von Messergebnissen oder von Untersuchungsgegenständen
Herkunft:

etymologisch:

zugrunde liegt lateinisch discrīminātio für „Scheidung“ oder „Absonderung“; Das Wort ist seit dem 20. Jahrhundert belegt.

strukturell:

Ableitung zum Stamm des Verbs diskriminieren mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung
Synonyme:
[1] Absonderung, Differenzierung, Trennung, Unterscheidung, Diskrimination
[2, 3] Absonderung, Ausgrenzung, Benachteiligung, Geringschätzung, Herabsetzung, Herabwürdigung, Verächtlichmachung, Willkür, Zurücksetzung
[4] Benachteiligung, Willkür
[5] Differenzierung
Gegenwörter:
[3] Gleichberechtigung, Antidiskriminierung, Nichtdiskriminierung, Gleichstellung, Bevorzugung
Beispiele:
[1] Bei den Begriffen Atheist und Agnostiker ist eine saubere Diskriminierung unerlässlich.
[1] Die Diskriminierung von reifen und unreifen Äpfeln kann man anhand ihrer Farbe vornehmen.
[2] In Deutschland wird darüber gestritten, ob die Förderung von Eliten eine zulässige positive Diskriminierung darstellt.
[2] Rassismus stellt heutzutage eindeutig eine negative Diskriminierung dar.
[3] So genannte Krüppel leiden seelisch stark an ihrer Diskriminierung durch diese Bezeichnung.
[3] „Die ganze Band stellt sich geschlossen hinter Billie, damit sie nicht unter Diskriminierungen zu leiden hat, und Artie Shaw wird des Öfteren deutlich, wenn er auf hartnäckige Anhänger der Rassentrennung trifft.“
[3] „Außerdem schreckt die Jugendlichen eine mögliche Diskriminierung in Deutschland ab.“
[3] „Meine Integration in den Arbeitsmarkt fand übrigens ohne jedwede Diskriminierung durch meine Herkunft statt.“
[3] „Miles war zwar als ein wohlbehütetes Kind einer Mittelstandsfamilie aufgewachsen, sein Vater war Zahnarzt, aber die Diskriminierungen aufgrund der Hautfarbe waren unausweichlich.“
[4] Es stellt eine Diskriminierung für Deutschland dar, wenn Bier nach dem Deutschen Reinheitsgebot im Ausland besteuert wird, ausländisches aber nicht.
[5] Er beherrscht die Diskriminierung von berechtigtem Zorn und reiner Gereiztheit seiner Frau gegenüber.
[6] Diskriminierung (Auflösung, engl. Discrimination/Repeatability) bedeutet, dass das Messsystem fähig ist, vorhandene Ausprägungsunterschiede zwischen unterschiedlichen Teilen aufzudecken.
Übersetzungen:


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