ehe
Subjunktion: Worttrennung:
ehe
Aussprache:
IPA [ˈeːə]
Bedeutungen:
[1] temporale Subjunktion, leitet einen nachzeitigen (in der Erzählzeit späteren) Satzteil ein: vor einem Bezugszeitpunkt
Herkunft:
Die Konjunktion ehe geht auf mittelhochdeutsch e zurück und ist eine Verkürzung des älteren Adverbs „ēr“ „früher“. Siehe dazu eher.
Synonyme:
[1] bevor
Gegenwörter:
[1] nachdem
Beispiele:
[1] Der Winter muss enden, ehe der Sommer kommt.
[1] „Wir brauchten wirklich einige Tage, ehe uns klar wurde, daß wir uns in einer ausweglosen Lage befanden, in der die Wörter »verhandeln«, »Gunst«, »Ausnahme« keinen Sinn mehr hatten.“
Übersetzungen: Adverb: Worttrennung:
ehe
Aussprache:
IPA [ˈeːə]
Bedeutungen:
[1] veraltet: ehemals
Herkunft:
zur Subjunktion ehe#Subjunktion|ehe
Synonyme:
[1] ehemals

Ehe
Substantiv, f:

Worttrennung:
Ehe, Plural: Ehen
Aussprache:
IPA [ˈeːə]
Bedeutungen:
[1] institutionell anerkannte und beurkundete Verbindung zweier oder mehr Menschen, die in der Regel durch eine Liebesbeziehung, gemeinsame Lebensführung und dauerhaftes Bestehen gekennzeichnet ist
Herkunft:
seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch ē, ēwe ‚Ehe(vertrag), Allianz‘, althochdeutsch ēwa, ēwī ‚Gesetz; Ewigkeit‘, urgermanisch *aiwō ‚ewig geltende Gewohnheit‘, auch westfriesisch ieu ‚Gesetz‘ und niederländisch eeuw ‚Jahrhundert‘, Kollektivbildung zu *aiwaz ‚Ewigkeit, Dauer‘, außerdem gotisch aiws. Beide Urwörter beruhen auf indogermanisches *h₂ei-uo- ‚Ewigkeit, Alter‘, vergleiche lateinisch aevus, irisch aois, altgriechisch αἰών, das auf athematisches *h₂ói-u, Gen. h₂i-éu-s ‚Lebens(zeit)‘ zurückgeht, vergleiche sanskritisch आयु und altavestisch āiiū, Gen. yaoš.
Die althochdeutsche Polysemie ergibt sich aus Bedeutungsmischung, welche von teils *aiwō, teils *aiwaz erhalten war. Innersprachliche Kognaten: echt, ewig, je.
Synonyme:
[1] dichterisch: Eheband, gehoben: Ehebund, ironisch: Ehejoch, Eheleben, Ehestand
Gegenwörter:
[1] Junggesellentum, Nichtehe, Konkubinat
Beispiele:
[1] „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“
[1] Die Ehe als Familienform ist in Deutschland rückläufig. Lebengemeinschaften haben sich verdoppelt.
[1] Drei Wochen nach dem Urteil der Verfassungsrichter hat der Bundestag gleichgeschlechtliche Lebenspartner im Steuerrecht aufgewertet. Ihre eingetragene Partnerschaft wird künftig mit der Ehe gleichsetzt.
[1] „Ehe und Eheglück, das ist anscheinend ein Synonym.“
[1] Die Ehe wurde geschieden.
Redewendungen:
in den Hafen der Ehe einfahren/einlaufen – heiraten
wilde Ehe
Übersetzungen:


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