Ernting
Substantiv, m:

Worttrennung:
Ern·ting, Plural: Ern·tin·ge
Aussprache:
IPA [ˈɛʁntɪŋ]
Bedeutungen:
[1] veraltet: der achte Monat im Jahr; August
Herkunft:
Um 800 tauchen in dem Werk Vita Karoli Magni von Einhard erstmals deutsche Monatsnamen auf. Der achte Monat hieß aranmanoth. Justus Friedrich Runde benannte diesen Monat 1781 mit Ähren- oder Erntemonat. Die Bezeichnung Ährenmonat beruht auf einem Irrtum, weil aran nicht Ähre bedeutet, sondern die alte Form für Ernte ist. Ende des 19. Jahrhunderts fanden sich folgende Namen: Ähren- oder Erntemond, Augst, Auchst, Ernting, Erntemonat, Erntert. Von zwölf einheitlich gebrauchten deutschen Monatsnamen zu sprechen, ist schwierig, gibt und gab es doch an die 200 regional oder zeitlich vorkommende Varianten. Speziell die Bezeichnung Ernting wurde 1893 durch Adolf Reinecke geprägt. Hintergrund ist das althochdeutsche Wort arnoti zu ar(a)n, (Ernte), es weist auf die Getreideernte hin.
Synonyme:
[1] Ährenmonat, Auchst, Augst, August, Ernet, Erntemonat, Erntemond, Erntert, Sichelmonat
Gegenwörter:
[1] Hartung, Hornung, Lenzing, Ostermond, Wonnemond, Brachet, Heuert, Scheiding, Gilbhart, Nebelung, Julmond
Beispiele:
[1] Im Ernting ist die Ernte in vollem Gang.
[1] „Am Vollmond im Ernting wird Lughnasad (Lammas), ein frühes Erntedankfest, gefeiert oder aber bereits am 27ten Heuert (früher: 1.August). Der Sommer hat seinen Höhepunkt bereits überschritten.“
[1] „Natürlich ist dieser Monat nach dem römischen Kaiser Augustus benannt. Alte deutsche Namen verweisen auf den Beginn der Kornernte (Ernting, Erntemonat, Ährenmonat, Wärmemonat).“
Übersetzungen:


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