Faulheit
Substantiv, f:

Worttrennung:
Faul·heit, Plural: Faul·hei·ten
Aussprache:
IPA [ˈfaʊ̯lhaɪ̯t]
Bedeutungen:
[1] meist Singular: innere Grundstimmung oder Geisteshaltung, nichts Mühsames tun zu wollen
Herkunft:
Derivation (Ableitung) des Adjektivs faul und dem Suffix -heit im Sinne von Wesen, Art und Weise
Synonyme:
[1] Arbeitsscheu, Arbeitsunlust, Bequemlichkeit, Faulenzerei, Müßiggang, Müßigkeit, Passivität, Trägheit
Gegenwörter:
[1] Aktivität, Betriebsamkeit, Fleiß, Tatendrang
Beispiele:
[1] Freundlichkeit, Reizbarkeit, Ehrgeiz oder Faulheit – zwar beeinflussen auch spätere Erfahrungen, was uns ausmacht – jedoch meist nur noch innerhalb der Marksteine, die genetischer, vorgeburtlicher und frühkindlicher Einfluss gelegt haben.
[1] Als ich aufhörte, meine Faulheit zurückzudrängen, fiel es mir auf einmal ganz leicht zu arbeiten.
[1] Der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit in jenem Zustande ist Faulheit.
[1] Und die großen Gelehrten und Erfinder, ich sage es noch einmal, nirgends anders sind ihre Werke aufgekeimt, als in der Einsamkeit, in der Zelle, die der Menge oft nur als Ort der Faulheit erscheint.
[1] Ferner war der alte Cantinet dem Likör und der Faulheit hingegeben, er hatte um dieser beiden Laster willen seinen Handel aufgeben müssen.
[1] „Wer arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen. Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft!“
[1] „Nichtsdestoweniger leistet sie allerhand, die Natur, und wir erleben dauernd die Effekte ihrer Betriebsamkeit, die sich physikalisch genommen als eine Summe von unendlich vielen Faulheiten darstellt.“
[1] „Siehe deine Gewohnheiten an, aus denen sie besteht: sind sie das Erzeugnis zahlloser kleiner Feigheiten und Faulheiten oder das deiner Tapferkeit und erfinderischen Vernunft?“
[1] „In einem Interview mit «Le Monde» hat Roland Barthes Ende der siebziger Jahre einmal über seine Faulheiten Auskunft gegeben.“
[1] „Ethische Grundsätze allein genügen oft nicht, um Gewohnheiten, Faulheiten, Raffgier und Machtbesessenheit in die Schranken zu weisen.“
Redewendungen:
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde ist.
Faulheit lohnt mit Armut.
Ohne Faulheit kein Fortschritt!
aus lauter Faulheit
vor lauter Faulheit
vor Faulheit stinken
öffentliche Meinungen, private Faulheiten (Friedrich Nietzsche)
Übersetzungen:


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