freund
Adjektiv, indeklinabel:

Worttrennung:
freund, keine Steigerung
Aussprache:
IPA [fʁɔɪ̯nt]
Bedeutungen:
[1] gehoben veraltend: freundlich gegenüber jemandem/etwas eingestellt, Zuneigung gegenüber jemandem/etwas hegend
Gegenwörter:
[1] feind
Beispiele:
[1] Der alte Herr aus Freiburg ist mir flugs freund geworden.

Freund
Substantiv, m:

Worttrennung:
Freund, Plural: Freun·de
Aussprache:
IPA [fʁɔɪ̯nt]
Bedeutungen:
[1] mit unbestimmten Artikel: ein sehr nahestehendes Wesen, für das man freundschaftliche und kameradschaftliche Gefühle entwickelt hat
[2] mit bestimmten Artikel: Person, mit welcher man in einer Beziehung ist
[3] ein Anhänger von etwas
[4] Anrede einer Person männlichen Geschlechts
[5] nur Plural, mit Artikel, historisch, ironisch, DDR: die Freunde - für Sowjetbürger, Russen (zurückzuführen auf den übermäßigen Gebrauch der floskelhaften Losung „дружба - Freundschaft“ (Druschba-Freundschaft)) • Für diese Bedeutung fehlen Referenzen oder Belegstellen.
Herkunft:
mittelhochdeutsch vriunt, Althochdeutsch friunt, von urgermanisch *frijōnd-, belegt seit dem 8. Jahrhundert
Gegenwörter:
[1] Unbekannter
[2] Ex
[3] Feind, Gegner
Beispiele:
[1] Er ist mein bester Freund.
[1] Die zwei da waren mal enge Freunde.
[1] „Trifft das noch zu im Zeitalter der Weltraumfahrt? Dieses Wort ist eine maßlose Übertreibung, ebenso wie sein Synonym Astronautik. Es gibt eine Reihe von Vergleichen, die das anschaulich machen. Einer mag genügen: Wenn jemand am Alpenrand, etwa bei Grainau unweit Garmisch, in 900 m Höhe über dem Meeresspiegel steht und zum Gipfel der Zugspitze (2000 m über ihm) hinaufblickt, und wenn er seinen Hals reckt, um dort oben etwas zu erkennen, und wenn ihm dann ein hilfsbereiter Freund ein Blatt von 0,2 mm Stärke unter die Schuhe schiebt, »damit du etwas näher dran bist und besser sehen kannst«, so hat sich dieser Jemand damit dem Zugspitzgipfel nur um ein Zehnmillionstel der gegebenen Distanz genähert (1 km = 1 Million mm). Ein »Astronaut«, der den Mond betritt, hat mit der Reise von der Erde bis dorthin von der Entfernung, die uns vom sonnennächsten Fixstern trennt, noch weniger, nämlich 1 Hundertmillionstel, zurückgelegt. Andere Fixsterne sind millionen- und milliardenmal weiter entfernt.“
[1] „Ich habe einen Freund in Austin, der ein sehr erfolgreicher Schriftsteller ist.“
[2] Meine älteste Tochter kommt mit ihrem Mann und meine Jüngste mit ihrem Freund.
[2] „Der Freund berichtete, dass es um eine Wette über 2000 DM ging und die Tollkühnheit, vor den Zug zu springen.“
[2] „Die Wehen setzen ein, als Charlotte zusammen mit ihrem Freund dort einem Boxkampf beiwohnt.“
[2] Hat sie schon einen festen Freund?
[3] „Freunde und Profis des Klettersports haben eine neue Möglichkeit, in Berlin an künstlichen Felswänden zu trainieren.“
[3] Ich bin kein Freund langer Diskussionen.
[4] Weißt du, mein Freund, das habe ich mich auch schon lange gefragt.
[4] Freunde, lasst uns auf den Torsten anstoßen!
[5] Der erstickende Kuss des Freundes und Genossen Brejnijew in der DDR war damals noch in Erinnerung.
Redewendungen:
bester Freund des Menschen - Hund
die Polizei, dein Freund und Helfer -
falscher Freund/falscher Freund des Übersetzers
Freund des Hauses
Freund Hein - der Tod, Gevatter Tod, Sensenmann
Freund und Feind - alle
Gut Freund! veraltet: als Parole auf die Frage „Wer da?“
kein Freund von etwas sein - eine Sache nicht mögen
mein lieber Freund und Kupferstecher
Übersetzungen: Substantiv, Nachname: Worttrennung:
Freund, Plural: Freunds
Aussprache:
IPA [fʁɔɪ̯nt]
Bedeutungen:
[1] deutscher Familienname
Herkunft:
Übername zu mittelhochdeutsch vriunt „Freund#Substantiv, m|Freund, Geliebter, Verwandter
Beispiele:
[1] Severin Freund hat die Skiflug-Weltmeisterschaft 2014 gewonnen.
Substantiv, n, Toponym: Worttrennung:
Freund, kein Plural
Aussprache:
IPA [fʁɔɪ̯nt]
Bedeutungen:
[1] ein Stadtteil, ein Ortsteil von Aachen
Beispiele:
[1] Ich wohne in Freund.
[1] das Freund der fünfziger Jahre



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