Front
Substantiv, f:

Worttrennung:
Front, Plural: Fron·ten
Aussprache:
IPA [fʁɔnt]
Bedeutungen:
[1] Meteorologie: eine plötzlich auftretende Grenze ungleicher Luftmassen
[2] Militär: Angrenzung (Grenzlinie) zum Gegner
[2a] die größte militärische Formation einer Armee
[2b] Festungsbau zu gegnerischen zugewandte Stellungen
[2c] Marine: auf Schiffen in eine bestimmte Richtung gerichtete Salut der Soldaten
[3] Vorderseite diverser Gegenstände
[4] Politik: politisch orientierte Gesinnungen
Herkunft:
im 17. Jahrhundert von französisch front „Vorderseite, vordere Reihe“ entlehnt, dem lateinisch frons „Stirn, Vorderseite zu Grunde liegt.
Synonyme:
[1] Wetterfront
[2] Kriegsfront, Frontlinie
[3] Vorderseite, vor allem bei Schiffen und Flugzeugen: Bug
Gegenwörter:
[3] Heck, Rückseite
Beispiele:
[1] „Hinter dieser Kaltfront von „Tilo“ sei zugleich „sehr kalte Polarluft“ nach Deutschland eingeflossen, sagte DWD-Meteorologe Andreas Friedrich – und das brachte schon einen vorzeitigen Winter in manche Regionen Deutschlands. […]“
[2] „Wir liegen neun Kilometer hinter der Front.
[2] „Er sei gern Soldat gewesen, glaubt sie, zumal er den ganzen Krieg über in Deutschland blieb und nicht an die Front musste.“
[2] „Um diese Zeit war Roman Bertini wie nie zuvor mit dem Verlauf der Fronten beschäftigt.“
[2] „An der Front sei er einer brutalen Ewigkeit ausgesetzt gewesen, er habe irgendwann nicht einmal mehr Tag und Nacht unterscheiden können unter all dem Staub und Rauch.“
[2a] „Die militärische Einheit ward in der Infanterie die jetzt verdoppelte Legion, eine vollständig nach alter dorischer Art gereihte und gerüstete Phalanx von sechstausend Mann, die sechs Glieder hoch eine Front von tausend Schwergerüsteten bildete […]“
[2b] „Jede weitere fortifikatorische Maßnahme hätte jetzt zur Umwallung der gesamten Stadt mit einer Front von Bastionen führen müssen. […]“
[2c] Die Seeleute stehen auf dem Schiff in Front Angesicht zu Angesicht mit der Mannschaft des zu grüßenden Schiffes und salutieren.
[3] Die Frontseite des Wagens ist sehr aerodynamisch.
[4] „War für Lenin noch der Klassenkampf zwischen ‚Arbeiterklasse‘ und ‚Bourgeoisie‘ die entscheidende Frontlinie, hat Sjuganow im heutigen Russland einen neuen ‚Hauptkonflikt‘ ausgemacht: zwischen ‚parasitärem Kapital‘ der Rohstoff-Exporteure und ‚schaffendem Kapital‘. […]“
Redewendungen:
an die Front schicken () – jemanden für eine bestimmte Sache einsetzen oder beauftragen
an vorderster Front stehen () – sich stark für jemanden oder etwas einsetzen
die Front wechseln
zwischen die Fronten geraten
Übersetzungen: Substantiv, n, Toponym: Worttrennung:
Front, kein Plural
Bedeutungen:
[1] Gemeinde im Piemont (Italien)
Beispiele:
[1] Die Gemeinde Front hat circa 1700 Einwohner.



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