Fuge
Substantiv, f:

Worttrennung:
Fu·ge, Plural: Fu·gen
Aussprache:
IPA [ˈfuːɡə]
Bedeutungen:
[1] trennender, länglicher, unter Umständen auch aufgefüllter Hohlraum zwischen zwei Objekten, zum Beispiel Backsteinen oder Kacheln
[2] Linguistik: kurz für Kompositionsfuge, Zusammensetzungsfuge
[3] Musik: mehrstimmiges Musikstück, bei dem ein oder mehrere Themen hintereinander in allen Stimmen vorkommen
Herkunft:
Ableitung des Substantivs zum Stamm des Verbs fügen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -e und Vokalwechsel
Beispiele:
[1] Die Kakerlaken haben sich in der Fuge versteckt.
[2] Das -s in dem Wort „Arbeit-s-amt“ ist eine Fuge.
[2] In der Linguistik ist umstritten, ob die Fuge lediglich eine lautliche Erscheinung ist, die der Ausspracheerleichterung dient, oder ob sie eine Bedeutung trägt und damit als Morphem (bedeutungstragender Wortteil) zu betrachten ist.
[2] Zu Fällen wie „Aschbecher“, „Ascheimer“: „Hier wird wegen des fehlenden Buchstabens e von einer subtraktiven Fuge gesprochen.“ Eisenberg nennt diese Art von Fugen ganz ähnlich Subtraktionsfuge.
[3] J. S. Bach schrieb wunderbare Fugen.
[3] Der Kanon ist eng mit der sich durch freiere Imitation auszeichnenden Fuge verwandt und kann auch als Sonderfall der Fuge angesehen werden.
Redewendungen:
aus den Fugen geraten, aus den Fugen gehen
Übersetzungen: Deklinierte Form: Worttrennung:
Fu·ge
Aussprache:
IPA [ˈfuːɡə]
Grammatische Merkmale:
  • Variante für den Dativ Singular des Substantivs Fug



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