Gasriese
Substantiv, m:

Worttrennung:
Gas·rie·se, Plural: Gas·rie·sen
Aussprache:
IPA [ˈɡaːsˌʁiːzə]
Bedeutungen:
[1] Astronomie, Planetologie: großer Planet, der überwiegend aus Gasen besteht
[2] Wirtschaft: große Firma, die Erdgas exportiert
Herkunft:
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Gas und Riese
Synonyme:
[1] Gasplanet, jovianischer Planet, jupiterähnlicher Planet, planetarer Gasriese
Gegenwörter:
[1] erdähnlicher Planet, terrestrischer Planet
Beispiele:
[1] „Ein Gasplanet oder Gasriese („planetarer Gasriese“) ist in der Astronomie ein gebräuchlicher Ausdruck für einen großen Planeten, der überwiegend aus leichten Elementen wie Wasserstoff und Helium besteht. Gasplaneten rotieren meist schnell und haben nur einen geringen Anteil an schwererem Material (Gestein, Metalle).“
[1] „Gasriesen oder Gasplaneten haben eigentlich den falschen Namen: die Stoffe, aus denen sie bestehen, kommen zwar auf der Erde in den allermeisten Fällen nur als Gase vor: Wasserstoff und Helium, mit Zusätzen von Methan und Ammoniak. Betrachtet man aber das Innere eines sogenannten Gasriesen oder jovianischen Planeten (jovianisch = "Jupiterähnlich"), dann sieht man, dass diese Welten eigentlich "Flüssigriesen" heissen müssten - im grössten Teil ihrer Masse liegen diese "Gase" nämlich in flüssiger Form vor. Dies liegt daran, dass der Druck und die Temperatur im Innern eines Gasriesen langsam zunehmen, so dass die flüssige Form des Gases stabiler ist als die gasförmige.“
[1] „Doch Leben könne sich auf dem Planeten nicht entwickeln, denn es ist ein Gasriese, auf dem es keine feste Oberfläche gibt - und Druck und Temperatur steigen in der Tiefe rasch an.“
[2] „Obendrein ruft ein Tauschgeschäft Bedenken hervor, das der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF mit Gazprom vereinbart hat. Es verschafft dem russischen Gasriesen unter anderem ein Fünftel am deutschen Erdgashandel und das alleinige Eigentum an Deutschlands größtem Vorratslager für den flüchtigen Stoff im niedersächsischen Rehden. Die europäische Kartellbehörde, die Gazprom verdächtigt, den Wettbewerb auf den Gasmärkten Zentral- und Osteuropas zu behindern, hat das Geschäft mit BASF bereits abgesegnet.“
[2] „Drei Prozent hatte der Gasriese schon zuvor besessen, so dass Gasprom in Zukunft über 75 Prozent der Sibneft-Anteile halten wird.“
Übersetzungen:


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