Gemüt
Substantiv, n:

Worttrennung:
Ge·müt, Plural: Ge·mü·ter
Aussprache:
IPA [ɡəˈmyːt]
Bedeutungen:
[1] Gesamtheit der geistigen und seelischen Kräfte eines Menschen; die Wesensart eines Menschen
[2] Empfänglichkeit für Eindrücke, die das Gefühl ansprechen
[3] Mensch, in Bezug auf seine geistig-seelischen Regungen
Herkunft:
mittelhochdeutsch gemüete, gemuote, althochdeutsch gimuoti, belegt seit dem 9. Jahrhundert; schon für das 8. Jahrhundert verzeichnet Kluge das Wort gimuotsamo.
Gegenwörter:
[1] Körper, Leib
Beispiele:
[1] Sie hat ein kindliches, liebevolles Gemüt.
[1] Der Redner versuchte die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen.
[1] Der Regen schlägt mir aufs Gemüt.
[1] „So ein Wetterumschlag geht sensiblen Naturen auf den Kreislauf und aufs Gemüt.“
[3] Er ist ein ängstliches Gemüt.
Redewendungen:
ein Gemüt wie ein Fleischerhund haben
ein sonniges Gemüt haben = Trotz ärgerlicher Umstände gut gelaunt reagieren, (ironisch) ausgesprochen naiv, unbekümmert sein
etwas schlägt auf das Gemüt = Etwas drückt die Stimmung, verursacht schlechte Laune
die Gemüter erhitzen
sich etwas zu Gemüte führen
Übersetzungen:


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