Hader
Substantiv, m:

Worttrennung:
Ha·der, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈhaːdɐ]
Bedeutungen:
[1] gehoben: lang andauernder, unterschwellig schwelender Streit
Herkunft:
Im 14. Jahrhundert zuerst ostmitteldeutsch belegt belegt. Die weitere Herkunft des Wortes ist unsicher; eventuell leitet sich das Wort von einer hypothetischen germanischen Wurzel *haÞu „Kampf“ ab. Die althochdeutsche Entsprechung hadu findet sich fast ausschließlich in Personennamen wie Hadubrand (vgl. auch den nhd. Namen Hedwig).
Beispiele:
[1] Jahrelang lebten die ehemaligen Kontrahenten friedlich nebeneinander. Doch dann brach plötzlich der alte Hader wieder aus.
Übersetzungen: Substantiv, m:

Worttrennung:
Ha·der, Plural: Ha·dern
Aussprache:
IPA [ˈhaːdɐ]
Bedeutungen:
[1] österreichisch, ostmitteldeutsch, süddeutsch, meist Plural: Lumpen, Stofffetzen, Stoffabfall
[2] ostmitteldeutsch, umgangssprachlich, meist Plural: Putzlappen, Wischlappen
Herkunft:
Von mittelhochdt. hader = Lumpen, althochdt. hadara = Lumpen, Schaf- oder Ziegenfell, belegt seit dem 10. Jahrhundert; weitere Herkunft unklar. Möglicherweise liegt ein Wort mit der Bedeutung "Kleidung aus Ziegenfell" zugrunde, die gegenüber gewebten Stoffen als billig und primitiv angesehen wurde.
Synonyme:
[1] Lumpen, Fetzen, Feudel
Beispiele:
[1] „Bereits im frühen Arabien wurden neben Baumwolle Hadern (Lumpen) als Rohstoff eingesetzt.“
[2] Wir sollten dringend neue Hader kaufen.
Übersetzungen:


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