hantieren
Verb:

Flexion

Worttrennung:
han·tie·ren, Präteritum: han·tier·te, Partizip II: han·tiert
Aussprache:
IPA [hanˈtiːʁən]
Bedeutungen:
[1] intransitiv; auch abwertend: geschäftig (mit den Händen) mit einer Sache umgehen
[2] intransitiv, übertragen: mit einer Angelegenheit umgehen
Herkunft:
Das Verb hantieren ist bereits im Spätmittelhochdeutschen vorhanden. Es ist abgeleitet vom mittelniederdeutschen Verb hantēren, welches Kaufhandel treiben, aber auch allgemeiner verrichten bedeutet. Es handelt sich um eine Entlehnung aus dem Mittelniederländischen (hantēren hat in dieser Sprache gleiche Bedeutung), wobei das mittelniederländische Verb wiederum auf das altfranzösische hanter (umgehen mit) zurückgeht. Im heutigen Französisch ist hanter in der Regel negativ konnotiert im Sinne von heimsuchen. Obwohl im deutschen Sprachgebrauch das Verb hantieren in der Regel einen Einsatz der Hände ausdrückt, kann eine gemeinsame Wurzel mit Hand etymologisch also nicht bestätigt werden.
Beispiele:
[1] „Sie saßen am abgedeckten Frühstückstisch, Benthiens Vater hantierte in der Küche, und Fitzen googelte.“
[1] „Da du ja so ein großer Arzt bist, wie du behauptest, hantierst du doch sicherlich geschickt mit dem Skalpell.“
[1] Jetzt hantierst du schon seit Stunden mit deinem Werkzeug, wann springt der Wagen denn endlich wieder an?
[1] „In der Küche hörte er Maria mit Geschirr hantieren.
[1, 2] „Wer in der Arbeit bloß einen reinen Kostenfaktor sieht, dessen Preis so weit wie möglich gedrückt werden muß, der hantiert mit sozialem Sprengstoff, der rüttelt an den Grundfesten unserer Zivilisation.“
[2] Wir haben uns noch nicht endgültig beschlossen, wie wir die Sache hantieren wollen. An die Öffentlichkeit zu gehen, ist eben nur eine der Optionen.
Übersetzungen:


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