Ideologie
Substantiv, f:

Worttrennung:
Ideo·lo·gie, Plural: Ideo·lo·gi·en
Aussprache:
IPA [ideoloˈɡiː]
Bedeutungen:
[1] eine Anschauung, oft auch Weltanschauung, eine bestimmte Meinung, ein Ergebnis eines Diskurses, eine Idee; eine Denkweise über Mensch und Gesellschaft, die zu bestimmten Zielen, Ergebnissen führen und diese unterstützen soll, eine politische und soziale Theorie, ein System von Anschauungen, Begriffen und anderen ideellen Komponenten, welches einen gesellschaftlichen Standpunkt darstellt
[2] negativ besetzt: ein (häufig) erstarrter, dogmatischer Diskurs, eine in dieser Art aufzufassende Meinung; eine Meinung, die mit der Absicht vertreten wird, andere oder sich selbst zu täuschen
Herkunft:
[1, 2] im 19. Jahrhundert von französisch idéologie „Lehre von den Ideen“ entlehnt, einer Neubildung, der griechisch ἰδέα „Idee“ und -λόγος „Rede, Lehre“ zugrunde liegen
Synonyme:
[1, 2] Weltanschauung, Wertvorstellung
Beispiele:
[1] „Sie besorgte diese Aufgabe aber auch – ganz unmittelbar – als wissenschaftlich drapierte Ideologie, indem sie zum Beispiel gesellschaftliche Probleme individualisierte oder objektive Ursachen von Problemen in solche angeblich psychischer Natur umdeutete.“ (Internet-Beleg)
[1] Dass man heute Religion mit Ideologie verwechselt, verdanken wir Karl Marx, der in der Ideologie einen Überbegriff für Metaphysik, Moral und Religion sah.
[2] Sie goss kübelweise ihre Ideologie aus „weiblicher Inklusion statt männlicher Exklusion“ und „Wenn nur erst die Frauen an die Macht kämen, würde die Welt bald friedlich“ über ihre mehr oder weniger verzückten Zuhörer und schreckte nicht einmal davor zurück, zur „Beglaubigung“ Indira Gandhi und Gold Meir anzuführen.
[2] „Die kommunistische Ideologie versprach den Menschen Großartiges.“
Übersetzungen:


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