Idiomatisierung
Substantiv, f:

Worttrennung:
Idi·o·ma·ti·sie·rung, Plural: Idi·o·ma·ti·sie·run·gen
Aussprache:
IPA [idi̯omatiˈziːʁʊŋ]
Bedeutungen:
[1] Linguistik: Prozess und Ergebnis von Bedeutungswandel, die dazu führen, dass die Bedeutung eines Wortes nicht mehr aus der Bedeutung seiner Bestandteile (Konstituenten) erschlossen werden kann
Herkunft:
Ableitung (Derivation) eines Substantivs zum Verb idiomatisieren mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung
Synonyme:
[1] Bedeutungsisolierung, Demotivierung, Lexikalisierung
Beispiele:
[1] Ein Wort wie Salbader (Schwätzer) weist einen hohen Grad von Idiomatisierung auf: aus den Konstituenten "Sal" und "Bader" lässt sich die Bedeutung des Wortes nicht herleiten.
[1] Viele Wörter weisen eine mit der Zeit zunehmende Idiomatisierung auf.
[1] „Es verhält sich also mit der Idiomatisierung von Phraseologismen dieser Art ähnlich wie mit der Idiomatisierung von Wortbildungskonstruktionen.“
[1] „In einer Lexikologie sind also die Probleme besonders zu betrachten, die die lexikalisch-semantischen Aspekte der Wortbildung berühren: die Prozesse der Motivation, Demotivierung, Lexikalisierung und Idiomatisierung, die Zusammenhänge von Wortbildung und Wortbedeutung und Bedeutungswandel.“
[1] „Wendungen wie ›daneben hauen‹, ›über die Schnur hauen‹, ›Kontakt haben‹ usw. haben die Merkmale der Herkunftsbereiche verloren, sprachwissenschaftlich gesehen, ist eine Idiomatisierung eingetreten.“



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