Janhagel
Substantiv, m:

Worttrennung:
Jan·ha·gel, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˌjanˈhaːɡl̩], [ˈjanˌhaːɡl̩]
Bedeutungen:
[1] veraltet, abwertend: unterste Gesellschaftsschicht
Herkunft:
Niederländisch, vom erfundenen Eigennamen Johann Hagel abgeleitet
alternativ: im 17. Jahrhundert vom gleichbedeutenden niederländischen Ausdruck: Janhagel entlehnt, der ungefähr: „ein Jan der immer ruft: de hagel sla hem! (auch: de hagel schen hem!)“ bedeutet , wo Jan jedermann auf Niederländisch bezeichnet (siehe Jan en alleman); als Spottname hamburgischer Bootsleute verwendet
Synonyme:
[1] Pöbel, Pack, Gesindel, Canaille, Lumpenpack, Plebs
Beispiele:
[1] Rings umher wohnten nur ärmere Leute, auch viel verdächtiges Volk – der Janhagel der Stadt. (Alexis / Hitzig, Der neue Pitaval, Siebenter Theil, Der blaue Reiter 17.., z.n. Projekt Gutenberg)
[1] Es herrscht auch hier die nämliche Verachtung der Fremden und der nämliche Nationalstolz, der den Janhagel von London auszeichnet. (Johann Kaspar Riesbeck, Briefe eines reisenden Franzosen über Deutschland, Köln, z.n. Projekt Gutenberg)
[1] Als ich, durch widerwärtige Intrigen und Anfeindungen gezwungen, mein Professorenamt in Landshut aufgeben mußte, als man den studentischen Janhagel gegen mich in Raserei versetzt hatte und ich nach meiner Heimat floh, Weib und Kind im Stich lassend, da trachteten mir bezahlte Schergen nach dem Leben. (Jakob Wassermann, Caspar Hauser, z.n. Projekt Gutenberg)
Übersetzungen:


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