Kulturgeschichte
Substantiv, f:

Worttrennung:
Kul·tur·ge·schich·te, Plural: Kul·tur·ge·schich·ten
Aussprache:
IPA [kʊlˈtuːɐ̯ɡəˌʃɪçtə]
Bedeutungen:
[1] die Wandlung des gesellschaftlich-kulturellen Lebens im Allgemeinen
[2] die Kulturgeschichte als Wissenschaft
[3] ein Buch, das thematisch die Kulturgeschichte allgemein oder spezielle Aspekte dieser abhandelt
Herkunft:
Determinativkompositum aus den Substantiven Kultur und Geschichte
Der Begriff „Kulturgeschichte“ geht zurück auf den deutschen Theologen, Bibliothekar und Journalisten Johann Christoph Adelung (1732 – 1806). Adelung vertrat die Idee eines kulturellen Linearfortschrittes im Zusammenleben der Menschen und prägte hierbei den für die heutige Zeit so selbstverständlich gewordenen Begriff „Kulturgeschichte“. Er gab damit das Stichwort für eine Forschungstraditon, die über die 1858 gegründete „Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte“, 1903 umbenannt in „Archiv für Kulturgeschichte“ bis zur heutigen Völkerkunde und Ethnologie führt.
Synonyme:
[2] Kulturhistorik
Gegenwörter:
[1] Naturgeschichte
Beispiele:
[1] „Erforscht werden in Wolfenbüttel nahezu alle Aspekte europäischer Kulturgeschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit.“
[3] „Nun, es ist nicht meine Absicht, eine Kulturgeschichte jener Zeit, geschweige denn eine allgemeine Literaturgeschichte zu schreiben.“
[1] „Mittels teilnehmender Beobachtung und literarischer Kulturgschichte, die das Heutige mit dem Historischen verbindet, haben wir die Erfahrungen und Erlebnisse festgehalten, die wir während unserer Rheinfahrt machten.“



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