Leiche
Substantiv, f:

Worttrennung:
Lei·che, Plural: Lei·chen
Aussprache:
IPA [ˈlaɪ̯çə]
Bedeutungen:
[1] der tote Körper eines Menschen, (seltener gebraucht) eines Tieres, dabei vor allem eines Wirbeltieres
[2] Typografie: Sätze oder Wörter, die vom Setzer vergessen worden sind
[3] süddeutsch, österreichisch: Bestattung, Beisetzung, Trauerfeier; meistens: Leich'
Herkunft:
mittelhochdeutsch līch, althochdeutsch lī(c)h f./n., germanisch *līka- n. „Körper, Fleisch, Leiche“, belegt seit dem 8. Jahrhundert, als Femininum nur deutsch vorhanden
statt des Femininum finden sich althochdeutsch auch selten Belege fürs Neutrum, was die überwiegende Form in anderen germanischen Sprachen ist: gotisch leik, altsächsisch lîk, angelsächsisch lîc, altenglisch lîch, altfriesisch lîk, altnordisch lîk; alle Neutrum
mittelhochdeutsch kommt die schwache Form lîche auf und setzt sich im Frühneuhochdeutschen durch; die starke Form hält sich länger in Komposita (Leich- statt Leichen-)
Synonyme:
[1] Leichnam, Tote, Toter
Beispiele:
[1] Die Leiche des vermissten Mannes wurde heute Morgen in einem kleinen Wald entdeckt.
[1] „Sie lagen allein oder in Haufen im hohen Gras des Feldes und am Straßenrand, ihre Taschen umgestülpt, von Fliegen umschwärmt, und um jede Leiche oder Gruppe von Leichen lag Papier verstreut.“
[1] „Ganz in der Nähe musste wieder eine Leiche liegen.“
[1] „In Frankreich wurden Berichten zufolge am Sonntag die Leichen von drei Kajakfahrern gefunden.“
[1] „Eine Straße weiter waren vor einer knappen Stunde drei Leichen weggeräumt worden.“
[1] „Während der Liebespausen erzählte Frau Holle, daß die Leiche hinter dem Kanonenofen ein ehemaliger amerikanischer Major gewesen sei.“
[2] Im zweiten Absatz, dritte Zeile ist eine Leiche.
[3] Meine Großmutter ist gestorben, die Leiche ist am Donnerstag.
Redewendungen:
eine Leiche im Keller haben
nur über meine Leiche
über Leichen gehen
Übersetzungen:


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