mahlen
Verb

Flexion

Worttrennung:
mah·len, Präteritum: mahl·te, Partizip II: ge·mah·len
Aussprache:
IPA [ˈmaːlən]
Bedeutungen:
[1] transitiv: Material (mit einer Mühle) zerkleinern, indem es gerieben und gequetscht wird
[2] transitiv: etwas durch Mahlen[1] herstellen
[3] transitiv: übertragen: etwas sehr langsam kauen
[4] intransitiv: die Tätigkeit des Mahlens[1] ausüben
[5] intransitiv: sich drehen und nicht oder kaum von der Stelle kommen
[6] intransitiv: häufig in Volksliedern: koitieren
[7] transitiv: Weinbau: das Aufreißen und Quetschen der Trauben, damit beim Keltern der Saft ergiebiger und besser abfließen kann
Herkunft:
Dem Verb mahlen gehen das althochdeutsche maln und das mittelhochdeutsche maln oder malen voraus; es ist seit dem 9. Jahrhundert belegt. Verwandte Formen sind das altsächsische malan, das mittelniederdeutsche mālen, das mittelniederländische und niederländische malen, das schwedische mala und das gotische malan. Aus dem Vergleich mit Formen aus anderen als germanischen Sprachen wie zum Beispiel dem lateinischen molere, dem russischen молоть (mahlen) oder dem altirischen melim (mahle) lässt sich die indoeuropäische Wurzel *mel(ə)- (zermalmen, schlagen) erschließen, auf die auch malmen, Malter, Malz, Mehl, Milbe, mild sowie Müll zurückgehen.
Synonyme:
[6]
[7] maischen, einmaischen
Beispiele:
[1] Er mahlte das Korn für ein kräftiges Brot.
[1] „Selbst der Steinbruch in der Eifel ist bekannt, aus dem der Mühlstein stammt, mit dem Legionäre in Hedemünden ihr Getreide mahlten.“
[2] Wir müssen noch Mehl mahlen.
[2] Ich mühle Mehl, wenn ich denn Getreide hätt.
[3] Das Pferd mahlt seinen Hafer.
[4] Die Mühle mahlt den ganzen Tag.
[4] Ich wurde beim Müller angestellt, um zu mahlen.
[5] Unsere Wagenräder mahlten im Sand und die ganze Reihe der Fuhrwerke hinter uns kam zum Stehen.
[6] Ich weiß mir eine Müllerin,
Ein wunderschönes Weib.
Wollt Gott, ich sollt bei ihr mahlen,
Mein Körnlein zu ihr tragen,
Das wär der Wille mein.
Das wär der Wille mein.
Der Müller aus dem Holze kam,
Von Regen war er naß:
„Steh auf, Frau Müllerin stolze,
Mach mir ein Feuer von Holze:
Von Regen bin ich naß,
Von Regen bin ich naß.“
„Ich kann dir nicht aufstehen,“
Sprach sie, des Müllers Weib.
„Ich hab die Nacht gemahlen
Mit einem Reutersknaben,
Daß ich so müde bin,
Daß ich so müde bin.“
„Hast du die Nacht gemahlen,
Sprach er, der Müller stolz,
„Die Mühle will ich dir verstellen,
Das Kampfrad und die Wellen,
Daß du nicht mahlen kannst.“
„Wilt du mir die Mühle verstellen,“
Sprach sie, des Müllers Weib,
„Ein ander will ich mir bauen
Auf einer grünen Auen,
Auf einen grünen Zweig,
Auf meinen eignen Leib.“
Übersetzungen:


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