Masematte
Substantiv, m, f:

Worttrennung:
Ma·se·mat·te, Plural: Ma·se·mat·ten
Bedeutungen:
[1] Münster, kein Plural: regionaler Soziolekt, der zu den Dialekten des Rotwelschen gehört
[2] Jüdischdeutsch, veraltet: gewagter Handel, gewagtes Geschäft (meist als Diebstahl)
Herkunft:
aus dem Rotwelschen Massematten/Massematte f, m ‚Handel und Wandel‘, aber auch ‚Diebstahl‘ Das von Jiddisch: masse-maten, „Geschäft, Verkehr“ bzw. „Empfangnahme und Geben (der Ware), Kauf und Verkauf“, bestehend aus masse (Last, Ladung) und . Es geht zurück auf Hebräisch מַשָּא וּמַתָּן‎ (CHA: masāʾ ūmatān) → he . Das Wort Masematte ist bereits seit dem 18. Jahrhundert bezeugt.
Gegenwörter:
[1] Hochdeutsch
Beispiele:
[1] „Die bedrohten Sprachen in Deutschland Neben dem Jenischen gibt es nach Schätzungen des Sprachwissenschaftlers Klaus Siewert noch rund 50 weitere Geheimsprachen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dazu gehören das Manische, das in der Gegend um Gießen gesprochen wird, und die Münstersche Geheimsprache Masematte.“
[1] „Mittlerweile ist Masematte auch zum Unterrichtsstoff an Schulen und Universitäten geworden.“
[2] „Machst Du Mas[s]ematten?“



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