Mittag
Substantiv, m:

Worttrennung:
Mit·tag, Plural: Mit·ta·ge
Aussprache:
IPA [ˈmɪtaːk]
Bedeutungen:
[1] Tageszeit um den Sonnenhöchststand (in der Regel ab circa 12.00 bis 14.00 Uhr), Mitte des Tages, Mitte der Zeit mit Tageslicht; dem Mittag geht der Vormittag voran und ihm folgt der Nachmittag
[2] dichterisch, veraltend, kein Plural: die Himmelsrichtung Süden, da die Sonne um 12 Uhr im Süden steht
[3] landschaftlich, insbesondere in Nordwestdeutschland: Nachmittag
[4] umgangssprachlich: Mittagspause
Herkunft:
[1, 3, 4] Vorformen von Mittag sind das althochdeutsche mittitag, das in Handschriften aus dem 12. Jahrhundert nachgewiesen ist, die bis ins 8. Jahrhundert existente ältere Form mittilatag und das mittelhochdeutsche mittetac. Ebenfalls hierher gehören das mittelniederdeutsche middach, das mittelniederländische middach, das niederländische middag, das altenglische middæg, das englische midday, das altnordische miðdagr und das schwedische middag. All diese Formen sind Bildungen, die sich aus dem althochdeutschen Adjektiv mitti ‚in der Mitte befindlich‘ und einer Vorform von Tag zusammensetzen.
Im Frühneuhochdeutschen kam gelegentlich eine Innenflexion vor: mittertag, mittemtag, mittentag.
[2] Mittag in der Bedeutung ‚Süden‘ ist im 15. Jahrhundert aus der Übersetzung des lateinischen Substantivs meridiesMittagszeit, Mitte, Mittagsgegend‘ entstanden.
Synonyme:
[1] Mittagsstunde, Mittagszeit
[2] Süden, Süd
[3] Nachmittag
[4] Mittagspause
Gegenwörter:
[1, 2] Mitternacht, Morgen, Nacht, Nachmittag, Vormittag
Beispiele:
[1] Eines Mittags stand er am Zaun.
[1] Gegen Mittag werden wir vorbeikommen.
[1] Wenn es gestern Mittag nicht geklappt hat, dann wird es vielleicht heute Mittag oder spätestens morgen Mittag etwas.
[1] Wir essen um zwölf Uhr zu Mittag.
[1] Meine Frau war heute wieder über Mittag weg, ohne ein Wort zu sagen.
[2] Gen Mittag war es am hellsten, also musste es ungefähr 12 Uhr sein.
[3] Morgen Mittag um halb drei wird er am Bahnhof eintreffen. Und du wirst ihn abholen, meine Liebe!
[4] Komm, wir bringen das nachher zu Ende. Jetzt machen wir erst mal Mittag.
Redewendungen:
nicht von zwölf bis Mittag
Übersetzungen: Substantiv, n:

Worttrennung:
Mit·tag, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈmɪtaːk]
Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich, kurz für: Mittagessen, Hauptmahlzeit des Tages
Herkunft:
Mittag als Bezeichnung für die Mittagsmahlzeit ist im 18. Jahrhundert aus der Wendung zu Mittag essen entstanden.
Beispiele:
[1] Kinder, reinkommen, es gibt Mittag!
[1] Heute fand ich einen Suppenknochen / … / den werd’ ich mir zum Mittag kochen (Loriot als „Wum“)
[1] Wir hatten seit Tagen kein richtiges Mittag mehr.
[1] Dein Mittag steht dort drüben, Franz.
[1] Wenn ihr nicht bald an den Tisch kommt, wird euer Mittag ganz kalt.



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