Offizier
Substantiv, m:

Worttrennung:
Of·fi·zier, Plural: Of·fi·zie·re
Aussprache:
IPA [ɔfiˈt͡siːɐ̯], in Österreich auch [ɔfiˈsiːɐ̯]
Bedeutungen:
[1] Vertreter, Träger eines militärischen Rangs
[a] allgemein: vom Leutnant aufwärts
[b] Deutsches Heer: vom Feldwebelleutnant aufwärts
[2a] Schach, im weiteren Sinne: Sammelbezeichnung für die Schachfiguren König, Dame, Turm, Läufer und Springer
[2b] Schach, im engeren Sinne: Sammelbezeichnung für die Schachfiguren Dame, Turm, Läufer und Springer
Herkunft:
im 15. Jahrhundert von französisch officier entlehnt, das auf lateinisch officiarius „Inhaber eines Amtes“ zurückgeht; heutige Bedeutung seit dem 16. Jahrhundert
Gegenwörter:
[1] Gefreiter, Rekrut, Soldat (als Rang), Unteroffizier
[2] Bauer
[2b] zusätzlich: König
Beispiele:
[1] „Ganz in Front aber stand ein älterer Offizier in Unterkleid und Weste, von Stiefeln keine Rede, dafür ein Gewehr in der Hand. Dieser Alte war Major Balthasar von Poggenpuhl, der den Kirchhof eine halbe Stunde hielt, bis er mit unter den Toten lag.“
[1] „Er stellte sicher - oder auch nicht -, dass der Schiffsarzt seine Pflicht tat und dass Matrosen und Offiziere die Gefangenen nicht misshandelten.“
[1] „Hier empfing mich ein Offizier mit weißem, aufgebürstetem Schnurrbart und kurzen, lebhaften Bewegungen.“
[1] „Einen der Offiziere erkannte sie als Paul von Hohenstein.“
[2] „Wie undemokratisch wäre es doch beispielsweise, den einen Offizier große Spaziertouren vornehmen zu lassen, während die anderen zu Hause säßen und sich entsetzlich langweilten. Nein, jeder Offizier mach nur einen Zug – und trete ab.“
[2a] „Die Schachfiguren bestehen aus zwei einander gleichen Haufen zu je 16 Stück. […] Die acht kleineren einander gleichen Steine jeder Partei werden Bauern, die übrigen acht, grösseren aber Offiziere genannt. [..] Unter den Offizieren ragt durch seine Grösse der König hervor, welcher nach §. 1 die wichtigste Figur des Spieles ist.“
[2a] „Zwei Personen einander gegenüber regieren eine jede gleichsam ein Heer von 16 Figuren[.] […] Die Figuren werden nach folgender Ordnung aufgestellt: die Offiziere, d. h. die acht vorzüglichsten Figuren des einen Theils, stehen auf den acht Feldern der untersten Reihe, nämlich von a1 bis h1; die des Gegners auf den acht Feldern der obersten Reihe von a8 bis h8[.]“
[2a] „Die Schachsteine (aus Holz, Elfenbein u. s. w.) sind 32 an der Zahl, 16 weisse für den einen und 16 schwarze für den anderen Spieler. Jeder hat nämlich 8 Offiziere und 8 Bauern ♙♟. Die Offiziere sind ein König ♔♚, eine Dame ♕♛, zwei Thürme (Rochen) ♖♜, zwei Läufer ♗♝ und zwei Springer (Rössel) ♘♞. Läufer und Springer pflegt man unter dem Namen "leichte Offiziere" zusammenzufassen.“
[2a] „Offiziere werden die Figuren im Gegensatz zu den Bauern genannt (leichte Offiziere sind Läufer und Springer, schwere Offiziere Turm und Dame).“
[2a] „Jeder Spieler verfügt in der Grundaufstellung über 16 weiße bzw. schwarze Figuren, und zwar über 8 Offiziere (König, Dame, 2 Türme, 2 Läufer, 2 Springer) und 8 Bauern.“
[2b] „So stehen auf der zweiten Horizontalreihe vor jedem Spieler acht gemeine Krieger, Bauern oder Pions (Fusssoldaten) genannt, während sich auf der ersten der König mit 7 Offizieren oder Figuren1) befindet.
1) Es könnte bei der Aufstellung der Truppen gleichgültig scheinen, ob der König den Offizieren oder Figuren beigezählt würde; aber im Verlaufe des Spieles rechnet niemand auf die Frage, wie viele Offiziere noch vorhanden seien, den König mit.“
Übersetzungen:


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