Optimismus
Substantiv, m:

Worttrennung:
Op·ti·mis·mus, kein Plural
Aussprache:
IPA [ɔptiˈmɪsmʊs]
Bedeutungen:
[1] Philosophie: der Glaube, in der besten aller möglichen Welten zu leben
[2] allgemein: eine generell positive Erwartungshaltung bzw. Weltsicht
Herkunft:
nach französisch optimisme, zu lateinisch optimus
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem Substantiv Optimum und dem Suffix -ismus, Suffigierung zum Nomen
Zur Ursprungsbedeutung [1] und zur Begriffsgeschichte: "Den Begriff "optimisme" (deutsch: Optimismus) haben französische Jesuiten im Februar 1737 geprägt, um in polemischer Absicht Leibniz' "Théodicée" weniger zu charakterisieren, als dessen geometrische Behandlung eines theologischen Gegenstandes der Lächerlichkeit preiszugeben. Sie konnten nicht ahnen, daß sie damit einem Wort zum Leben verhalfen, das sich von der metaphysischen Streitfrage seines Ursprungs löste und als eines der populären Schlagworte seit Beginn des 19. Jh. zusammen mit dem danach gebildeten Witzwort Pessimismus die gegensätzlichen Grenzwerte eines vor allem Denken liegenden psychischen oder vitalen Befindens bezeichnet."
Zur Bedeutung [2]: "Heute versteht man unter diesem Begriff im Allgemeinen eine schwache Form des Optimismus, nämlich den Glauben an ein gutes Ende."
Gegenwörter:
[1, 2] Pessimismus
Beispiele:
[1] In einem strengen Sinne "ist der Begriff "Optimismus" nur auf die Systeme von Leipniz und Malebranche anzuwenden … Leibniz, der das Wort Optimismus selbst nicht gebraucht, arbeitet mit einem mathematischen Gleichnis: <>"
[2] Ein bisschen Optimismus würde unserer Sache nicht schaden.
[2] „Er konnte sich nicht erklären, warum ihn sein Optimismus und sein Humor verlassen hatten.“
[2] „Am Ende ihres Lebens hatten die Protagonisten allen Optimismus verloren.“
Übersetzungen:


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