Preis
Substantiv, m

Worttrennung:
Preis, Plural: Prei·se
Aussprache:
IPA [pʁaɪ̯s]
Bedeutungen:
[1] beim Erwerb einer Ware oder Dienstleistung zu zahlender Geldbetrag
[2] ehrende Auszeichnung für besondere Verdienste
[3] Wettbewerb: Gewinn in einem Wettbewerb
[4] Belohnung für das Ergreifen eines Gesuchten, Verdächtigen, Diebes, Mörders oder Flüchtlings
[5] übertragen, figurativ: Einsatz, den jemand gibt, oder Nachteil, den jemand in Kauf nimmt oder nehmen muss, um etwas zu erlangen. Meistens in bestimmten Wendungen gebraucht
Herkunft:
im 13. Jahrhundert von französisch prix entlehnt, das auf lateinisch pretiumKaufpreis‘ zurückgeht. Bedeutungen zunächst ‚Wert‘ und ‚Lob‘, ab 15.  Jahrhundert unter niederländischem Einfluss auch ‚Kaufpreis‘.
Synonyme:
[1] Wert
[2] Anerkennung, Auszeichnung, Ehrung
[3] Gewinn
[4] Prämie
[5] Opfer (figurativ)
Beispiele:
[1] Der Preis von Wertpapieren wird als Kurs bezeichnet.
[1] Im letzten Quartal sind die Preise allgemein gestiegen, für Wohneigentum sind sie jedoch gesunken.
[1] „Seltsam waren die merkwürdigen Preise der Waren, denn die Sachen waren einerseits sehr billig und hatten andererseits krumme Preise (wie zum Beispiel 1,05 Mark oder 2,73 Mark).“
[1] „Er fand den Preis mehr als akzeptabel und nahm doch noch eine Schrippe, nein, ein Vollkornbrötchen dazu.“
[2] Für ihren selbstlosen Einsatz bekam sie später einen Preis.
[2] Der Verein „Unsere Altstadt“ hat einen Preis für die gelungenste Sanierung gestiftet.
[3] Als Preise winken Handys, Notebooks und Autos.
[3] Als hundertster Besucher haben Sie einen wertvollen Preis gewonnen.
[4] Auf seinen Kopf ist ein Preis ausgesetzt.
[5] „Der Euro war der Preis für die deutsche Einheit, den vor allem Frankreich verlangte, um ein größeres und wirtschaftlich stärkeres Deutschland noch enger in die EU einzubinden.“
[5] „Im Buch ‚Am Anfang war der Lärm‘, das Philipp Oehmke über die Toten Hosen geschrieben hat, sagt Dein Bruder John über Dich [Campino]: ‚Der Preis für das Glück, das man anderen schenkt, sind die erschwerten Bedingungen für das Glück im eigenen Leben.‘“
[5] „Die Ehe war der Preis dafür, ihre Eltern vor einem bösen Erwachen zu bewahren […].“
[5] (hat ihren Preis:) „‚Offenbar hat die Entwicklung der Plazenta bei Säugetieren ihren Preis, eben eine Anfälligkeit für Krebs, weil dafür ein und dasselbe Entwicklungsprogramm benutzt wird‘, vermutet Meissner.“
[5] (einen Preis zahlen:) „Der Preis für die Rettung der Griechen ist nicht nur in Euro zu beziffern. Deutschland zahlt auch einen politischen Preis: Die Deutschen stehen wieder als Zuchtmeister Europas da.“
[5] (einen hohen Preis zahlen:) „Der verurteilte Whistleblower Bradley Manning habe die hohe Gefängnisstrafe gelassen hingenommen, sagt sein Anwalt. Er hoffe auf Begnadigung durch den US-Präsidenten. Sollte er in Haft bleiben müssen, wisse er, dass er diesen hohen Preis dafür zahle, dass andere in einer freien Gesellschaft leben können.“
[5] (einen hohen Preis zahlen:) „Denn wer die Gemeinschaft der Ultraorthodoxen verlässt, zahlt dafür einen hohen Preis. […] Seit sie sich entschieden hat, ein weltliches Leben zu führen, darf sie ihre beiden Kinder nicht mehr treffen.“

Redewendungen
[1] Ohne Fleiß kein Preis
[1, 5] Alles hat seinen Preis
Übersetzungen:


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