Rhinozeros
Substantiv, n:

Worttrennung:
Rhi·no·ze·ros, Plural: Rhi·no·ze·ros·se
Aussprache:
IPA [ʁiˈnoːt͡səʁɔs]
Bedeutungen:
[1] Zoologie: (in Afrika und Südostasien beheimatetes) großes Säugetier mit einem oder zwei Hörnern auf dem Nasenbein, einer dicken (je nach Art grauen bis bräunlichen), wenig behaarten Haut und dreizehigen Extremitäten (Rhinocerotidae)
[2] salopp abwertend, mitunter als Schimpfwort: dumme, einfältige, ungeschickte Person
Herkunft:
Die Tierbezeichnung wurde bereits im Mittelalter aus dem gleichbedeutend lateinischen rhinoceros ins Mittelhochdeutsche in der Form rinōceros entlehnt. Das lateinische Wort entstammt seinerseits altgriechischem ῥινόκερως, einer Bildung (Zusammensetzung) aus ῥίς (Genitiv: ῥινός) fNase‘ und -κερως (aus *-κερα(σ)ος), der für Possessivkomposita charakteristischen Kompositionsform von κέρας ‚Horn‘.
Vom 16. bis 19. Jahrhundert kam das Wort auch oft ohne die griechisch-lateinische Endung in der Form Rhinozer vor.
Die zweite Bedeutung entstand unter Anlehnung an Ross.
Synonyme:
[1] Nashorn
[2] Dummkopf, Esel, Hornochse, Idiot, Kamel, Riesenross, Rindvieh, Tölpel, Trottel
Beispiele:
[1] „Das Rhinozeros ist halbblind, verfehlt daher sein Ziel, wenn es im Galopp attakiert, doch zertrampelt dabei die Felder.“
[1] bildlich: „[…] In Paris macht man einen Mann unmöglich, indem man von ihm sagt: ‚Er hat ein gutes Herz‘, denn das heißt soviel wie: ‚Der arme Kerl ist dumm wie ein Rhinozeros.‘ […]“
[1] „Groß wie ein Elefant, dabei über und über mit Schalen bedeckt: Was kann das für ein Fabeltier sein? 1515 war in Lissabon ein indisches Rhinozeros an Land gegangen.“
[1] „Dann erst fand der offizielle Einzug in Rom statt, mit allen Schätzen, die man gehortet hatte und nun der Christenheit offenbarte, begleitet von Trompeten und Pauken, in mit Gold und Juwelen besetzten Prunkgewändern – angeführt von einem Tigerpaar, dem Geschenk des Sultans von Ormuz; einem jener sagenumwobenen indischen Einhörner, dem Rhinozeros; und als unbestritten größte Attraktion einem nicht minder legendären Fabelwesen: dem Rüsseltier, das auf einer überaus reich verzierten Schabracke einen Globus auf dem Rücken trug.“
[1] „Denn nirgendwo auf der Welt wird so schnell gerodet wie in den Wäldern der Rhinozerosse auf Borneo und Sumatra.“
[2] Ich Rhinozeros hab doch tatsächlich geglaubt, meine Frau wär beim Kegeln!
[2] „Und wenn das erſte beſte Rhinoceros ſich haͤtte Muͤhe geben wollen, ſo haͤtte es über ſein Wesen richtiger geurteilt, als Buffon.“
[2] „Er fängt an: Süßer Schelm! Dann fragt er sich, ob das eine passende Anrede sei, und probiert weiter Liebes Kamel, Stachelschwein, Rhinozeros, und findet Schelm im Augenblick doch passender.“
Übersetzungen:

2. Dummkopf, Trottel




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