Rose
Substantiv, f:

Worttrennung:
Ro·se, Plural: Ro·sen
Aussprache:
IPA [ˈʁoːzə]
Bedeutungen:
[1] stacheliger Zierstrauch aus der Familie der Rosengewächse
[a] die ganze Pflanze
[b] ein Zweig mit Blüte
[2] Jägersprache: nackte rote Stelle im Gesicht wilder Hähne
[3] Jägersprache: der bleibende Teil an der Basis einer Hirschstange
[4] rundes Kirchenfenster
[5] kurz für die Wundrose (Erysipel)
[6] kurz für die Gürtelrose (Herpes Zoster)
[7] Tülle mit Sieb an der Gießkanne
Herkunft:
seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch rōse, althochdeutsch rōsa, aus lateinisch rosa entlehnt, durch die Oskisch vermittelt vom altgriechischen rhódon (ῥόδον) ‚Rose mit gefüllten Blüten‘ übernommen, auch äolisch bródon (βρόδον), führt auf altiranisch *wurdi ‚Blume, Rose‘, vergleiche avestisch varǝδa, sogdisch ward, parthisch wâr, denn die Rosen werden in Persien seit Jahrtausenden kultiviert.
Synonyme:
[4] Rosetté
[5] Wundrose, Rotlauf, Erysipel
[6] Gürtelrose
[7] Brause
Beispiele:
[1] „Ich habe eine Rose für dich gepflückt.“
[1] Früher wurden als Grabschmuck oftmals Rosen verwendet.
[1] Kosmetikprodukte mit Rosenextrakten pflegen die Haut besonders effektiv.
[1b] Zum Valentinstag schenken sich Liebespaare häufig Rosen.
[2] Zur Balzzeit sind die Rosen besonders rot.
[3] Jetzt sind vom Geweih nur noch die Rosen übrig.
[4] Die Rose wird neu verglast.
[5, 6] „Meine Rose ist kaum auszuhalten.“
[7] „Bei anhaltender Dürre müssen die Bäumchen mit überstandenem, von der Sonne durchdrungenem Wasser aus einer Gießkanne mit Rose von sehr feinen Löchern, vor Sonnenuntergang oder Aufgang, jedoch nicht zu viel und nicht zu oft begossen werden, nie aber mit frischem Brunnenwasser.“
[7] „Wenn der zur Saat bestimmte Weizen bereits abgemessen auf einen abgesonderten Haufen gebracht ist, wird er mit Schaufeln von zwei Personen überworfen, während die dritte diese Mischung mittelst einer Gießkanne mit Rose aus einer angemessenen Höhe auf den ganzen zur Saat bestimmten Weizen gießt; […]“
[7] „Der Same wird im Forstgarten in Riefen gesät und bloß aus der Rose der Gießkanne angegossen.“
[7] „Ach welche entsetzlichen Anklagen wurden da gegen Albert gemacht! und dann kam noch der Müller mit grimmigem Gesicht und der Knecht mit den leeren Hafersäcken und der Gärtnerbursche mit den verstopften Rosen der Gießkannen und Alle erklärten es sei nicht mehr auszuhalten mit dem bösen Buben.“
[7] „Endlich sind zur Erdarbeit noch erforderlich: Garten- oder gewöhnliche Gießkannen mit Rosen, gewöhnliche Wasser- und Trinkkannen, Erdkörbe, Erdtragen, eiserne Rechen, und noch manche andere Gegenstände, die durch die Umstände bestimmt werden.“
Redewendungen:
Keine Rose ohne Dornen – alles hat auch Nachteile
Die Rosen der Madonna
Auf Rosen gebettet sein – Im Überfluss leben, gut versorgt sein
Übersetzungen:


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