Soll
Substantiv, n:

Worttrennung:
Soll, Plural 1: Soll, Plural 2: Solls
Aussprache:
IPA [zɔl]
Bedeutungen:
[1] Buchführung: ein Begriff des kaufmännischen Rechnungswesens, die linke Seite eines T-Kontos
[2] Pensum, das jemand vorgegeben wird oder das er sich selbst vornimmt
[3] diejenige Seite des Kontos, die ein Guthaben ausweist
Herkunft:
Konversion des Verbstamms von sollen zum Substantiv
Gegenwörter:
[1, 3] Haben
Beispiele:
[1] Büromaterial wird verkauft und man erhält die Zahlung vom Kunden in bar. Diese wird auf dem Konto "Kasse" im T-Konto im Soll verbucht.
[1] Man bucht Soll an Haben.
[2] Sein Soll lag bei 200 Stück pro Arbeitstag.
[2] Die Arbeitsgruppe ist hinter dem Soll zurückgeblieben.
[3] Bist du schon wieder aufs Neue im Soll, oder hast du noch Schulden aus dem letzten Monat?
Redewendungen:
Soll und Haben
Substantiv, n:

Worttrennung:
Soll, Plural: Söl·le
Aussprache:
IPA [zɔl]
Bedeutungen:
[1] Geologie: kleine und meist kreisrunde Mulde oder Senke (in einer Moräne aus der Eiszeit, mit Wasser gefüllt)
[2] norddeutsch: mit schlammigem Wasser gefüllte Mulde oder Senke
Herkunft:
aus dem Niederdeutsch, von mittelniederdeutsch sol, zu suhlen
Synonyme:
[2] Sölle
Beispiele:
[2] „Aus dem faunistischen Sektor konnten im Soll neben Ringelnatter und Rotbauchunke zahlreiche Insekten (z.B. Blaugrüne Mosaikjungfer) und Vögel nachgewiesen werden, zu denen die Rohrammer und das Teichhuhn gehören, um nur einige Vertreter zu nennen.“



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