Schicht
Substantiv, f:

Worttrennung:
Schicht, Plural: Schich·ten
Aussprache:
IPA [ʃɪçt]
Bedeutungen:
[1] Geologie: geologische Formation über, zwischen oder unter anderen Formationen
[2] eine in flächenhafter Ausdehnung über, unter oder zwischen anderem liegende einheitliche Masse
[3] Soziologie: soziale Ebene, oft durch Ausbildung, Beruf und Einkommen definiert
[4] Wirtschaft: Abschnitt eines Arbeitstages, in denen die Arbeitsplätze in einer bestimmten Regelmäßigkeit mehrmals pro Tag besetzt werden
[5] Wirtschaft, Soziologie: Personen, die zusammen in einer Schicht[4] arbeiten
Herkunft:
aus dem Niederdeutschen, Mitteldeutschen = mittelniederdeutsch, mitteldeutsch schicht = Ordnung, Reihe; Abteilung von Menschen, auch: waagerechte Gesteinslage, Flöz; zu mittelniederdeutsch schichten, schiften = ordnen, reihen, trennen, aufteilen, verwandt mit Schiene
Synonyme:
[1] Flöz
[2] Auflage, Belag, Beschichtung, Beschlag, Decke, Film, Glasur, Haut, Kruste, Lasur, Rinde, Schale, Schutzschicht, Überzug
[3] Gesellschaftsklasse, Gesellschaftsschicht, Kasten, Klasse, Stand
[4] Arbeitsschicht, Arbeitszeit, Dienstzeit, Turnus
Beispiele:
[1] In diesem Bereich liegen einige Schichten Lehm und Eisenerz.
[2] „Am Hause sammelte sich gemach eine Schicht Brennholzes nach der andern, von den Knechten aus den Gaben des Waldes gelesen; denn Gregor ließ nicht zu, daß ein frischer Baum gefällt werde.“
[2] „Der halb geschmolzene und dann wieder gefrorene Schnee nämlich, welcher in dünnen Schichten die einzelnen Seitenflächen und Vorsprünge der vielzackigen Lavablöcke bedeckte, war in Form der zierlichsten Federn und Blätter gefroren.“
[2] „Die Pizza schmeckt nicht nach Pizza, nicht einmal die dicke Schicht Käse kann diese Illusion erzeugen.“
[3] „Das Proletariat, die unterste Schicht der jetzigen Gesellschaft, kann sich nicht erheben, nicht aufrichten, ohne daß der ganze Überbau der Schichten, die die offizielle Gesellschaft bilden, in die Luft gesprengt wird.“
[3] „Selbst aus dem in ökonomischer Hinsicht ebenbürtigen Ritterstand gelang nur selten jemandem der Einbruch in die regierende Schicht, und dies meist nur durch Protektion senatorischer Kreis, die sich von dem neuen Mann (homo novus) zusätzlichen Einfluss versprachen.“
[3] Das reiche Deutschland leistet sich eine soziale Schieflage, in der jedes Jahr wieder eine neue Schicht Bildungsverlierer heranwächst – mit entsprechend hoher sozialer Sprengkraft, denn Bildung bedeutet Teilhabe, Glück und wirtschaftliches Auskommen.
[4] „Obwohl die Frau wußte, daß ihr Mann noch lange nicht von der Schicht heimkommen konnte, blieb sie doch am Fenster stehen und spähte durch die dämmernden Laubkronen hinüber auf ein paar gelbrote Flecke zwischen dem Grün: das war der Waldweg.“
[4] Jetz' is' Schicht, Alter! Schluss, aus, vorbei!
[4] „Wenn wir diese Schicht noch länger haben, weiß ich nicht, wie wir das aushalten sollen.“
[5] „In drei Schichten wechseln wir ab, die erste Schicht beginnt um acht Uhr abends, die zweite um Mitternacht, die dritte um vier Uhr morgens.“
Redewendungen:
[4] Schicht im Schacht – (umgangssprachlich) etwas ist zu Ende / nicht mehr möglich
[4] Schicht machen – aufhören zu arbeiten
Übersetzungen:


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