schuld
Adjektiv, indeklinabel:

Worttrennung:
schuld, keine Steigerung
Aussprache:
IPA [ʃʊlt]
Bedeutungen:
[1] nur in der Verbindung „schuld sein“: die Schuld tragend
Herkunft:
Denominalisierung/ verblasstes Nomen: an etwas die Schuld haben → an etwas schuld sein Das Wort ist seit dem 15. Jahrhundert belegt.
Synonyme:
[1] schuldig
Beispiele:
[1] Du bist schuld, dass wir zu spät kommen.
[1] „Wenn einer etwas nicht lesen mag, was ein anderer für ihn geschrieben hat – wer ist dann schuld: der Leser oder der Schreiber?“
Übersetzungen: Konjugierte Form: Worttrennung:
schuld
Aussprache:
IPA [ʃʊlt]
Grammatische Merkmale:
  • 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs schulden

Schuld
Substantiv, f:

Worttrennung:
Schuld, Plural: Schul·den
Aussprache:
IPA [ʃʊlt]
Bedeutungen:
[1] Zivilrecht: kein Plural: Verbindlichkeit, Pflicht, etwas zu tun oder zu unterlassen
[2] Strafrecht: kein Plural: neben Tatbestandsmäßigkeit und Rechtswidrigkeit eine Strafbarkeitsvoraussetzung
[3] meist Plural: Verpflichtung zu einer Leistung an einen Dritten, in Geld oder sonstigen Werten
[4] kein Plural: moralisches Fehlverhalten oder die Last infolge des Fehlverhaltens
Herkunft:
mittelhochdeutsch schulde, schult, althochdeutsch sculd(a), germanisch *skuldi- „Schuld“, belegt seit dem 8. Jahrhundert
Synonyme:
[1] Verbindlichkeiten
[2] Vorwerfbarkeit
Gegenwörter:
[2, 4] Unschuld
[3] Nichtschuld
Beispiele:
[1] Welche Art von Schuld entsteht, entscheiden die Parteien, doch wird bei vertretbaren Sachen in der Regel eine Gattungsschuld, bei unvertretbaren Sachen dagegen eine Stückschuld vereinbart.
[1] Mit der Rückgabe des Wagens war die Schuld erloschen.
[2] Die Schuld des Angeklagten muss eindeutig bewiesen werden.
[2] Schuld und Strafe müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen.
[3] Die Schulden betragen insgesamt 1234 Euro.
[3] Ich stehe in deiner Schuld.
[3] „Beide hatten einen Großteil ihrer Schulden bei Dele abbezahlt.“
[4] Das ist doch nicht deine Schuld!
[4] Mich plagt eine große Schuld, weil ich nicht für meine Familie da war, als sie mich gebraucht hat.
[4] „Ein in Schuld verstricktes Volk zahlt zum Schluß immer den Preis für seine Duldsamkeit gegenüber den Machthabern.“
Redewendungen:
frei von Schuld sein -
jemandem die Schuld in die Schuhe schieben -
Schuld und Sühne -
Übersetzungen:


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