schwarz
Adjektiv:

Worttrennung:
schwarz, Komparativ: schwär·zer, Superlativ: am schwär·zes·ten
Aussprache:
IPA [ʃvaʁt͡s]
Bedeutungen:
[1] Licht nahezu komplett absorbierend beziehungsweise kein Licht emittierend; Farbe, die im RGB-Farbraum Werte von Rot, Blau und Grün nahe Null hat
[a] als unbunte Farbe
[b] mit einem Farbstich (besonders Blau- oder Braunstich)
[c] bildlich: sehr dunkel, lichtlos
[2] einem dunkelhäutigen Menschentyp angehörend
[3] veraltet: schwarze Haare habend
[4] von Kaffee: ohne Milch und Zucker
[5] politisch, weltanschaulich: konservativ, katholisch; auch reaktionär
[6] politisch, weltanschaulich: anarchistisch, links-anarchistisch
[7] unheilvoll; einem Geheimnisvollen, Gesetzwidrigen oder Bösen verhaftet oder unterworfen seiend; pessimistisch, negativ denkend
[8] boshaft, böse, niederträchtig denkend und seiend, negativ beurteilt und beurteilend
[9] gesetzwidrig, illegal handelnd, sich aufhaltend, Geschäfte tätigend, Geld waschend
[10] dreckig, schmutzig, unrein
[11] Kartenspiel: keine Augen erzielend, leer ausgehend
[12] Kartenspiel: entweder Pik oder Kreuz
[13] der Gothic-Szene angehörig
[14] Roulette: entweder rot oder schwarz • Diese Bedeutungsangabe muss überarbeitet werden. — Kommentar: schwarz ist nicht rot; nur "schwarz" wäre jedoch keine gescheite Definition
Herkunft:
aus mittelhochdeutsch swarz, (swarzhaft, swarzlieht, swarzmal), von althochdeutsch swarz; germanisch *swarta (gotisch swarts), indogermanisch *sourdos
Synonyme:
[3] schwarzhaarig
Gegenwörter:
[1] weiß, als Zwischenstufe: grau
[2] weiß (hellhäutig, europäisch), gelb (asiatisch), rot
[3] blond, gebleicht, grau, weiß, weißlich
[4] komplett
[5] politisch: rot; theologisch: evangelisch
[7] offen, optimistisch
[8] gut
[9] ehrlich, gesetzeskonform, gesetzestreu, legal
[10] gewaschen, rein, sauber
[14] rot
Beispiele:
[1a] Mir fehlt die schwarze Druckerpatrone.
[1a] Wer will schon eine schwarz gestrichene Wand in seinem Haus haben?
[1a] Kaum hatte einer der beiden Brüder ein weißes Hemd an, trug der andere sofort ein schwarzes.
[1a] Sie trägt aus Trauer um ihren Mann immer noch schwarze Kleidung.
[1a] Nun seht einmal, wie schwarz sie sind, viel schwärzer als das Mohrenkind. (Heinrich Hoffmann, Struwwelpeter)
[1b] Sie hatte einst schönes schwarzes Haar.
[1c] Mir war plötzlich schwarz vor den Augen. Hier drinnen ist es ja schwarz wie die Nacht.
[1c] Nur in der tiefen, schwarzen Nacht / Da wirst du von der Angst gepackt - (Nina Hagen)
[1c] „Wie düster aber auch in der letzten und schwärzesten aller Nächte meine Gedanken mochten gewesen sein, so wurden sie auf einmal wieder aufgehellt, als ich in das mit hundert und aberhundert Lampen erleuchtete Kassel hineinfuhr.“
[2] Amerika hat im Dezember 2008 seinen ersten schwarzen Präsidenten gewählt.
[2] [Pfarrer und Caritas-Direktor Elkin Acevedo:] „Schwarz zu sein, bedeutet in Kolumbien nicht nur oft, arm zu sein, sondern auch, geringe Bildungschancen zu haben. [...]“
[3] Ja, ja, sie ist so wunderbar / Die schwarze Barbara - (Heino)
[1, 3] So weiß wie Schnee, so rot wie Blut, so schwarz wie Ebenholz - (nach: Brüder Grimm, Märchen „Sneewittchen“ bzw. „Schneewittchen“)
[4] „Nimmst du Milch oder Zucker in deinen Kaffee?“ - „Nein danke, ich trinke ihn schwarz!
[5] Seine Gesinnung ist immer noch schwarz angehaucht. Er wählt immer noch schwarz.
[5] schwarz - Münster - Paderborn
[6] Die Gewalt geht bei den Demonstrationen immer vom schwarzen Block aus.
[7] Er sieht schwarz. Hier sind schwarze Mächte im Spiel.
[7] Das war der schwärzeste Tag in ihrem Leben.
[7] Die schwarzen und die heitern Lose - (aus: Friedrich Schiller, Lied von der Glocke, 6. Strophe)
[4, 8] Ich trinke den Kaffee schwarz, so schwarz wie meine Seele.
[8] Irgendwie hegt er schwarze Gedanken.
[9] Schwarz hören und sehen kommt teuer zu stehen. (einstiger Werbeslogan der GEZ)
[9] Warum fährt er immer wieder schwarz?
[10] Ich habe richtig schwarze Nägel.
[12] Schwarzes Ass schlägt roten König.
[13] „Jedes Jahr zu Pfingsten wird's schwarz in Leipzig: 20.000 Freunde des Morbiden kommen zum Wave-Gotik-Treffen und zeigen sich von ihrer düstersten Seite.“
[14] Ich setzte 1.000 Dollar auf die schwarze 10.
Redewendungen:
alles durch die schwarze Brille sehen
das schwarze Brett
das schwarze Gold
das schwarze Schaf sein, das schwarze Schaf der Familie sein
der schwarze Mann
der schwarze Tod
die schwarze Kunst
die schwarze Liste
eine schwarze Seele haben; schwarz wie meine Seele
Hokuspokus Fidibus, dreimal schwarzer Kater
in schwarzen Farben malen, alles in schwarzen Farben malen
jemandem nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen
jemandem wird schwarz vor Augen, jemandem wird es schwarz vor den Augen
schwarz auf weiß
schwarzer Humor
schwarze Zahlen schreiben; in den schwarzen Zahlen sein; in die schwarzen Zahlen kommen
schwarz malen
schwarz sehen
schwarz vor Ärger werden
sich schwarz ärgern
warten können, bis man schwarz wird
Übersetzungen:
Schwarz
Substantiv, n:

Worttrennung:
Schwarz, kein Plural
Aussprache:
IPA [ʃvaʁt͡s]
Bedeutungen:
[1] Name des schwarzen, des dunkelsten Farbtons, Malfarbe, Streichfarbe
Herkunft:
Substantivierung des Adjektivs schwarz durch Konversion
Gegenwörter:
[1] Weiß; Blau, Braun, Gelb, Grau, Grün, Magenta, Orange, Rosa, Rot, Türkis, Violett, Zyan
Beispiele:
[1] Das Schwarz ihrer Augen war schwärzer als die Nacht.
[1] „Das Schwarz ist daher nichts, was von selbst Bestand hätte.“
[1] „Ihre Haut hebt sich sanft strahlend gegen das Schwarz ihres Kleides ab, und sie scheint wieder in der Stimmung rebellischen Übermuts zu sein, die für sie so typisch ist, wenn sie trinkt.“
[1] „Das Schwarz von Pik scheint zu zerlaufen.“
Redewendungen:
Schwarz wie die Nacht -
ins Schwarze treffen -
Schuss ins Schwarze -
Übersetzungen: Substantiv, ohne Artikel:

Worttrennung:
Schwarz, kein Plural
Aussprache:
IPA [ʃvaʁt͡s]
Bedeutungen:
[1] in den Spielen Schach, Dame, Mühle und Go der Spieler mit den schwarzen Spielsteinen
[2] Farbe, Farbton der Bekleidung; im westlichen Kulturkreis ist Schwarz die Farbe der Trauer und des Todes, Farbe der Trauerkleidung
Herkunft:
Substantivierung des Adjektivs schwarz durch Konversion
Gegenwörter:
[1] Weiß
[2] Weiß als Zeichen der Freude und des Glücks (s. Hochzeit)
Beispiele:
[1] Schwarz ist am Zug.
[2] Seitdem ihr Mann tot ist, geht Monique nur noch in Schwarz.
[2] Hanni trägt heute ein Abendkleid in Schwarz.
Substantiv, m, f, Nachname:
Aussprache:
IPA [ʃvaʁt͡s]
Bedeutungen:
[1] deutschsprachiger Familienname, Nachname, in Deutschland und Österreich flächendeckend vorkommend
Herkunft:
  1. Übername zu mittelhochdeutsch: swarz „schwarz“, „dunkelfarbig“, meist als Anspielung auf die Haarfarbe des ersten Namensträgers
  2. jüdischer Familienname; Bezeichnung der Fahnenfarbe für die Stämme Joseph und Benjamin.
Beispiele:
[1] Frau Schwarz ist ein Genie im Verkauf.
[1] Herr Schwarz wollte uns kein Interview geben.
[1] Die Schwarz kommen heute von Langeooge.
[1] Der Schwarz trägt nie die Schals, die die Schwarz ihm strickt.
[1] Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Schwarz kommt, geht der Herr Schwarz.“
[1] Schwarz kommt und geht.
[1] Schwarzens kamen, sahen und siegten.
[1] An verregneten Herbsttagen ist Familie Schwarz liebste Beschäftigung das Bemalen von Hühnereiern.
[1] An verschneiten Wintertagen ist die liebste Beschäftigung von Familie Schwarz das Schmücken von Weihnachtsbäumen.



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