Stigma
Substantiv, n:

Worttrennung:
Stig·ma, Plural 1: Stig·ma·ta, Plural 2: Stig·men
Aussprache:
IPA [ˈʃtɪɡma], [ˈstɪɡma]
Bedeutungen:
[1] auffälliges, mitunter negativ bewertetes Merkmal, genauer
[a] Brandmal, kennzeichnendes Mal
[b] Soziologie: Zeichen der gesellschaftlichen Unehre, oder diese Unehre selbst
[c] Medizin: Symptom, körperliches Zeichen physischer Unstimmigkeit
[2] Wundmal Christi
[3] oberster Teil des Fruchtknotens bei Blütenpflanzen
[4] Augenfleck (von Geißeltierchen)
[5] Tracheenöffnung (Atemöffnung von Insekten)
[6] Ligatur der griechischen Buchstaben Sigma und Tau (Majuskel Ϛ, Minuskel ϛ)
Herkunft:
Anfang des 17. Jahrhunderts über lateinisch stigma „Brandmal“ von altgriechisch {{Üt „der Stich“ entlehnt
Synonyme:
[1a] Brandmal, [1] Kennzeichen
[2] Wundmal
[3] Narbe
[4] Augenfleck
Beispiele:
[1b] „Wenn ein Attribut, wie im Falle von Scheidung oder irischer Stammeszugehörigkeit, viel von seiner Kraft als ein Stigma verliert, wird man Zeuge einer Periode, wo die frühere Definition der Situation mehr und mehr attackiert wird, zunächst vielleicht auf der Bühne der Komödie, und später während gemischter Kontakte in der Öffentlichkeit, bis das Stigma aufhört, Kontrolle sowohl über das ausüben, was leicht bemerkt werden kann, als auch über das, was als Geheimnis bewahrt oder peinlich übersehen werden muss.“
[1b] „Das Stigma der Bertinis, das ihnen unsichtbar auf die Stirn gebrannt war, bestand einfach darin, daß sie von sozialer Herkunft und Vermögen der Eltern her auf dieser Höheren Schule Ausnahmeerscheinungen und damit gemäß den herrschenden Anschauungen völlig deplaziert waren.“
[2] Die erste Frau, die Stigmata erhielt, soll die selige Christina von Stommeln (1242-1312) gewesen sein.
Übersetzungen:


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