topfen
Verb:

Flexion

Worttrennung:
top·fen, Präteritum: topf·te, Partizip II: ge·topft
Aussprache:
IPA [ˈtɔp͡fn̩]
Bedeutungen:
[1] transitiv: eine Pflanze zur Aufzucht in einen mit Erde gefüllten Topf stecken
Herkunft:
Derivation (Ableitung) vom Substantiv Topf durch Konversion
Gegenwörter:
[1] auspflanzen
Beispiele:
[1] Diese Sämlinge topfen wir in kleine Töpfe zu jeweils 3–4 Sämlingen.
[1] Bei jedem Kurs werden Pflanzen getopft, gesteckt, gesät und natürlich auch mit nach Hause genommen.
Übersetzungen:
Topfen
Substantiv, m:

Worttrennung:
Top·fen, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈtɔp͡fn̩], [ˈtɔp͡fm̩]
Bedeutungen:
[1] Österreich, Südostdeutschland: cremiges, aus saurer Milch hergestelltes Nahrungsmittel
[2] Österreich; umgangssprachlich abwertend: Quatsch; Unsinn
Herkunft:
die Herkunft des Wortes ist unklar; laut Duden ist es bereits im Spätmittelhochdeutschen in der Form topfe bezeugt und bedeutete vielleicht eigentlich „zu#Präposition|zu kleinen Klumpen (spätmittelhochdeutsch: topf) geronnene Milch“; laut Kluge ist es mit fränkischem Topfkäse vergleichbar und somit wohl zusammenhängend mit TopfGefäß“ – nach der Herstellung – oder mit TopfKreisel“ – nach der Form –, wobei umstritten bleibt, von welchem der beiden Homographen auszugehen ist.
Synonyme:
[1] Deutschland, Schweiz: Quark; Westösterreich, Tirol, Südostdeutschland: Schotten; Ostdeutschland: Weißkäse
Beispiele:
[1] „In der Kategorie 2 (Milch und Milchprodukte) ist die Herkunft von Milch, Joghurt, Sauerrahm, Topfen, Schlagobers, Buttermilch, Sauermilch und Butter aufzuzeigen.“
[1] „Dafür wird ein dünnes Baumwolltuch mit einer etwa fünf Millimeter dicken Schicht Topfen bestrichen und nur eine Tuchschicht zwischen Hals und Topfen gelegt. Der Topfen sollte aber zuerst ungefähr auf Körperwärme erwärmt werden. Wenn der Topfen fast trocken ist und zerbröselt, nimmt man den Wickel ab.“
[2] „Ein Theaterkritiker muss nicht deklamieren können, wie einst der Quadflieg, um beurteilen zu können ob sie auf der Bühne einen Topfen geben oder nicht“
[2] „Tatsächlich ist die Idee des schönsten Finanzministers seit Menschengedenken, die Maut pauschal zu besteuern, natürlich ein ziemlicher Topfen, weil einigermaßen an der Realität vorbei.“
Übersetzungen:


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