Traktor
Substantiv, m:

Worttrennung:
Trak·tor, Plural: Trak·to·ren
Aussprache:
IPA [ˈtʁaktoːɐ̯]
Bedeutungen:
[1] (vor allem in der Landwirtschaft eingesetztes) Kraftfahrzeug zum Ziehen von Maschinen, Geräten oder sonstigen angehängten Lasten
[2] fachsprachlich EDV: Vorrichtung eines Druckers, die dazu dient, das Endlospapier zu bewegen beziehungsweise zu positionieren
Herkunft:
Bei dem Wort handelt es sich um eine Entlehnung der 1. Hälfte (20er Jahre) des 20. Jahrhunderts aus gleichbedeutend englischem tractor, einer Bildung (formal ein Nomen agentis) zum lateinischen Verb trahereziehen, schleppen‘ (vergleiche »trachten«).
Synonyme:
[1] Schlepper
[1] fachsprachlich (Technik): Motorschlepper
[1] besonders nord- und mitteldeutsch: Trecker
[1] besonders süddeutsch: Bulldog®
[1] umgangssprachlich: Dieselross, Straßenschnecke, Traki
Beispiele:
[1] Der Bauer ist mit dem Traktor unterwegs.
[1] „Lokale Parteiführer werden dadurch in Angelegenheiten verwickelt wie etwa, wo man den Brennstoff für Traktoren herbekommt, was für Ferien den Bürokraten zugestanden werden sollen, wie der Wohnungsbau zu beschleunigen ist usw.“
[1] „Über die Äcker knattern die Traktoren.
[1] „Seithinter den vierteiligen Pflügen schleppen die Traktoren die Eggen.“
[1] „Stille war, und nur der Traktor auf dem Acker nebenan bockte hustend.“
[1] „Nimm also wieder deinen Filter gegen Dieselqualm; es ist März, Kollege Riecheur, und im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt, aber die Rößlein werden hier in der Gegend immer seltener und der Bauer wird langsam ein anderer als jener, der auf den schönen alten Bildern zu sehen ist, wo er noch der Sämann ist und ein erbaulicher Anblick; jetzt steigt der eine Bauer im Märzen auf die Drillmaschine und der andere Bauer auf den Traktor davor, und beide sind in einer LPG, und die hat nicht nur den einen Traktor, und rings um den Platz der Befreiung gibt es mehr als eine LPG, und darum ist heute auch die Landluft über dem Platz nicht so, daß du sie ungefiltert verwenden könntest.“
[1] „Wenn die Fahrzeuge und Traktoren der Kolonne nicht an der Front gebraucht wurden, stellte er sie zur Gewinnung von Neuland zur Verfügung.“
[1] „Ellen sah Jenny losrennen, über die Straße weg, wo jenseits weit entfernt auf dem riesigen Stoppelfeld zwei Traktoren in einer Staubwolke beim Pflügen waren. Ellen stürzte ans Telefon, hämmerte auf die Gabel: tot. Wie immer um diese Zeit, wenn die Traktoren die Erdleitungen zerrissen.“
[1] „Die Insekten verstummten, die Vögel schwiegen; es wurde zunehmend dunkler, und das Brummen des Traktors hallte eintönig durch die Stille.“
[1] „Und die LPG-Bauern wollten nicht mehr mit meiner Mutter auf dem Traktor oder Pferdewagen fahren, straften sie in den endlosen Maisfeldern, ließen sie allein, weil sie diese verruchte Tochter hatte.“
[1] „Kaum Verkehr, hie und da überholte ich einen Traktor oder ein paar Radfahrer.“
[1] „Vom Erlös ihrer Produktion wollen sie moderne Traktoren und Mähdrescher anschaffen und in einigen Jahren tausend Hektar ihr Eigen nennen.“
[2] „Drucker für Massenausgaben verwenden Endlosformulare, die über Stachelwalzen oder Traktoren geführt werden.“
[2] „Sie besitzen fast als einzige Drucker einen Traktor.
Übersetzungen:


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