vermögen
Verb

Worttrennung:
ver·mö·gen, Präteritum: ver·moch·te, Partizip II: ver·mocht
Aussprache:
IPA [fɛɐ̯ˈmøːɡn̩]
Bedeutungen:
[1] gehoben: in der Lage sein, etwas zu tun
Synonyme:
[1] können
Beispiele:
[1] „Ach wie vermochte ich denn Euch zu schreiben, in der zerrissenen Stimmung des Geistes, die mir bisher alle Gedanken verstörte!“
[1] „Mein Auge schauet, was Gott gebauet / zu seinen Ehren / und uns zu lehren, / wie sein Vermögen sei mächtig und groß […]“
[1] „Bewährt hatte sich durch zahlreiche persönliche Beziehungen zwischen der vermischten und den munizipalen Aristokratien Italiens eng geknüpfte Band der Wehrgenossenschaft, die Hannibal trotz vielerlei Bemühungen und einiger Teilerfolge nicht zu sprengen vermochte.
[1] „Bereitwilligst verpflichtete ich mich hierzu mit den feierlichsten Fluchworten und Verwünschungen, die der Teufel und wir beide nur zu finden vermochten.“
[1] „Dieses den jungen Goethe ergreifende Verlangen, sich in den unendlichen Luftraum zu stürzen und über den schauerlichen Abgründen zu schweben, frei zu werden wie der Adler im Äther, beflügelt und bewegt auch die heutigen Delta- und Gleitschirmpiloten, die dank des opferbereiten Wagemuts Lilienthals und anderer Flugpioniere diesen Traum heute zu realisieren vermögen.“
Übersetzungen:
Vermögen
Substantiv, n

Worttrennung:
Ver·mö·gen, Plural: Ver·mö·gen
Aussprache:
IPA [fɛɐ̯ˈmøːɡn̩]
Bedeutungen:
[1] ohne Plural: Leistungsfähigkeit, Können
[2] Gesamtheit an Geld und geldwerten Gütern im Besitz einer Person oder eines Unternehmens
Herkunft:
Konversion aus dem Infinitiv des Verbs vermögen (substantivierter Infinitiv)
spätmittelhochdeutsch vermügen, substantivierter Infinitiv
Synonyme:
[1] Anlage, Auffassungsgabe, Befähigung, Begabung, Eignung, Fähigkeit, Fertigkeit, Geist, Geistesgabe, Kompetenz, Können, Kraft, Kunst, Macht, Möglichkeiten, Neigung, Veranlagung, Voraussetzung
bildungssprachlich: Ingenium
umgangssprachlich: Zeug
[2] Besitz, Besitztümer, Eigentum, Gelder, Güter, Kapital, Mittel, Reichtümer, Schätze, Vermögenswerte
gehoben: Eigen, Geld, Gut, Habe; Geld und Gut, Hab und Gut
veraltet: Habschaft
Gegenwörter:
[1] Unvermögen
[2] Verarmt, Unvermögend
Beispiele:
[1] „Mein Auge schauet, was Gott gebauet / zu seinen Ehren / und uns zu lehren, / wie sein Vermögen sei mächtig und groß […]“
[1] Für diese Arbeit reicht mein Vermögen nicht aus.
[2] Sie hat ein Vermögen geerbt. Ob sie mit so viel Geld überhaupt umgehen kann?
[2] Franz hat sein Vermögen, alles was er besaß, verspekuliert.
[2] „Dabei war er so erfolgreich, daß er ein kleines Vermögen anhäufte.“
[2] 40 Milliarden Dollar soll das Vermögen der Mubaraks [mit dem ägyptischen Staatschef Husni Mubarak an der Spitze] betragen. Korrekt verdientes Geld kann es nicht sein.
[2] Mandelas Witwe Graça Machel steht als Partnerin gemäß südafrikanischem Familienrecht die Hälfte von Mandelas gesamtem Vermögen zu.
[2] Nach dem Wirbel um den Finanzskandal von Limburg legen immer mehr Bistümer Rechenschaft über ihr Vermögen ab. Und das ist beachtlich […]
[2] Kurz bevor sich die Weltelite in Davos trifft, provoziert Oxfam einen Aufreger: Die reichsten 62 Menschen haben zusammen so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.
Übersetzungen:


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