Wasser predigen und Wein trinken
Redewendung: Worttrennung:
Was·ser pre·di·gen und Wein trin·ken
Aussprache:
IPA [ˈvasɐ ˈpʁeːdɪɡn̩ ʊnt ˈvaɪ̯n ˈtʁɪŋkn̩]
Bedeutungen:
[1] von anderen (heuchlerisch) Verzicht, Zurückhaltung, Bescheidenheit, Genügsamkeit etc. fordern, aber selbst ganz im Gegenteil dazu besonders verschwenderisch, genusssüchtig sein
Herkunft:
die Redewendung stammt aus Heinrich Heines Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen:
Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.
Gegenwörter:
[1] mit gutem Beispiel vorangehen
Beispiele:
[1] „Manager predigen Wasser und trinken Wein
[1] „Für mich war das Schlimmste, dass unsere Regierung in Saus und Braus lebte. Sie predigten Wasser und tranken Wein, während wir uns abmühten, trotz vieler Entbehrungen ein vernünftiges Leben zu führen.“
Übersetzungen:
  • englisch: [1] not practice what one preaches
  • französisch: [1] faites ce que je dis, ne faites pas ce que je fais
  • italienisch: [1] predicare bene e razzolare male



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