weise
Adjektiv:

Worttrennung:
wei·se, Komparativ: wei·ser, Superlativ: am wei·ses·ten
Aussprache:
IPA [ˈvaɪ̯zə]
Bedeutungen:
[1] reich an Wissen und Lebenserfahrung
[2] von viel Wissen und Lebenserfahrung zeugend
Herkunft:
Das althochdeutsche wīs und die Weiterbildung wīsi aus dem 8. Jahrhundert sowie das mittelhochdeutsche wīs, wīseverständig, erfahren, kundig‘, das altsächsische, mittelniederdeutsche und altenglische wīs, das (mittel)niederländische wijs, das englische wise, das altnordische vīss, das schwedische vis, das gotische -weis und auch das germanische *weis(s)a- gehören zu der indoeuropäischen Wurzel *u̯eid-. Entweder wurde dazu eine Partizipialform *u̯eidto- gebildet oder es entstand eine adjektivische Weiterbildung *u̯eidso- zu einem alten s-Stamm *u̯eides-, aus der die erwähnten Formen sich in der Folge entwickelten.
Hinsichtlich der Bedeutung ist zunächst von ‚wissend‘ auszugehen. Auf der nächsten Stufe änderte sich dies zu ‚klug, intelligent‘ und schließlich zum heutigen ‚verständig durch Lebenserfahrung‘, das vorwiegend in Bezug auf alte Menschen gebraucht wird.
Beispiele:
[1] Er ist ein weiser Mann.
[1] Die achtzig Jahre ihres Lebens haben sie weise werden lassen.
[2] Das ist eine sehr weise Entscheidung.
[2] Der Häuptling lächelte weise.
[2] In weiser Voraussicht hatte Kunigunde ihrem Mann nie Einblick in ihre finanziellen Angelegenheiten gewährt.
Übersetzungen: Konjugierte Form: Worttrennung:
wei·se
Aussprache:
IPA [ˈvaɪ̯zə]
Grammatische Merkmale:
  • 1. Person Singular Indikativ Präsens Aktiv des Verbs weisen
  • 1. Person Singular Konjunktiv I Präsens Aktiv des Verbs weisen
  • 3. Person Singular Konjunktiv I Präsens Aktiv des Verbs weisen
  • 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs weisen

Weise
Substantiv, f:

Worttrennung:
Wei·se, Plural: Wei·sen
Aussprache:
IPA [ˈvaɪ̯zə]
Bedeutungen:
[1] besondere Art, auf die etwas abläuft oder auch: besondere Methode, die jemand anwendet
[2] Tonfolge, die eine Melodie ergibt
Herkunft:
[1] west- und nordgermanisch belegt; althochdeutsch: wîsa, wîs, mittelhochdeutsch: wîse, wîs
[2] die Weise[1] zu singen
Synonyme:
[1] Art, Methode
[2] Melodie
Beispiele:
[1] Seine Art und Weise, mit den Problemen umzugehen, führte nicht immer zu einer Verbesserung.
[1] „Bergerlebnisse im Zillertal lassen sich auf vielfältige Weise zelebrieren. Beispielsweise beim Klettern, […].“
[1] Der juristische Fall, der hier im Buch verhandelt wird, hat sich tatsächlich in ähnlicher Weise in der Realität abgespielt.
[1] „Damit werden die historischen Verhältnisse auf spektakuläre Weise auf den Kopf gestellt.“
[2] nach der Weise von „Ein feste Burg ist unser Gott“ zu singen
[2] Worte und Weise von Ernst Theodor Amadeus Puvogel
[2] […] Er saß bereits aufrecht, die Geige unters Kinn geklemmt, und ohne sich erst mit Stimmen aufzuhalten, begann er zu spielen. Sie kannte sie gut, diese traurige, entzückende Melodie, eine alte irische Weise.
Redewendungen:
[1] Art und Weise
Übersetzungen: Substantiv, adjektivische Deklination, f: Worttrennung:
Wei·se, Plural: Wei·se
Aussprache:
IPA [ˈvaɪ̯zə]
Bedeutungen:
[1] ein weiblicher Mensch mit sehr hoher geistiger Kompetenz
Herkunft:
vom Adjektiv weise
Beispiele:
[1] Die Weise saß in ihrem Sessel und meditierte.
[1] Die Weise irrte sich selten mit ihren Prophezeiungen.
[1] Eine Weise lief schnell Gefahr, als Hexe gebrandmarkt zu werden.
Deklinierte Form: Worttrennung:
Wei·se
Aussprache:
IPA [ˈvaɪ̯zə]
Grammatische Merkmale:
  • Nominativ Singular der schwachen Deklination des Substantivs Weiser
  • Nominativ Plural der starken Deklination des Substantivs Weiser
  • Akkusativ Plural der starken Deklination des Substantivs Weiser



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