Wesen
Substantiv, n:

Worttrennung:
We·sen, Plural: We·sen
Aussprache:
IPA [ˈveːzn̩]
Bedeutungen:
[1] in bestimmter Art und Weise in Erscheinung Tretendes, meist lebendiger Organismus, Lebewesen
[2] ohne Plural: alle Charaktereigenschaften, die sich im Verhalten und Denken eines Menschen widerspiegeln
[3] das Charakteristische an etwas, das seine Eigenart ausmacht
[4] Aufstand, Treiben, Tumult
Herkunft:
im 8. Jahrhundert substantiviert von mittelhochdeutsch wesen "sein (Verb)", althochdeutsch wesan
Synonyme:
[1] Geschöpf, Figur
[2] Charakter
[3] Kern, Quintessenz, Substanz
[4] Aufstand, Trubel, Umstände
Gegenwörter:
[1] Leiche
[4] Desinteresse, Gleichgültigkeit, Ruhe
Beispiele:
[1] In der Tiefsee hat man seltsame Wesen entdeckt.
[1] „Da stand der Frau im Fischladen mit einem Mal der Mund etwas offen, und sie schaute mich an wie ein Wesen vom Mond.“
[1] „Dieses Wesen ist mikroskopisch klein und mit flimmernden Härchen besetzt.“
[2] Sie hat ein freundliches Wesen.
[3] Das Wesen der Philosophie ist freie Erkenntnis.
[4] Auf dem Jahrmarkt war ein unglaubliches Wesen.
[4] Mama macht immer so viel Wesens, wenn ich jemanden mit nach Hause bringe.
[4] Mach doch aus dem kaputten Glas nicht so viel Wesens.
Redewendungen:
[4] sein Wesen treiben, analog zu "sein Unwesen treiben", in seiner besonderen Art und Weise handeln / aktiv sein, positiv besetzt (im Gegensatz zu Unwesen)
Übersetzungen:


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