zeit
Präposition: Worttrennung:
zeit
Aussprache:
IPA [t͡saɪ̯t]
Bedeutungen:
[1] mit Genitiv, nur in Verbindung mit Possessivpronomen und „Lebens“, zum Beispiel „zeit meines Lebens“: mein ganzes Leben lang, solange ich lebe
Herkunft:
[1] erstarrter Akkusativ Singular des Substantivs Zeit
Beispiele:
[1] So etwas habe ich ja zeit meines Lebens noch nicht gesehen!
[1] Zeit seines Lebens hat er fleißig gearbeitet und ist doch bettelarm gestorben.
[1] „Er muss sich zeit seines Lebens nie mit Kindergärtnerinnen zanken.“
[1] „Es waren entbehrungsreiche Jahre, die meine Mutter zeit ihres Lebens prägen sollten.“

Zeit
Substantiv, f:

Worttrennung:
Zeit, Plural: Zei·ten
Aussprache:
IPA [t͡saɪ̯t]
Bedeutungen:
[1] Physik: der stetige Ablauf von Zeiteinheiten
[2] begrenzter Abschnitt innerhalb des Ablaufes von Zeiteinheiten
[3] bestimmter Moment im Ablauf von Zeiteinheiten
[4] Gegenwart, das zeitliche Jetzt
[5] Linguistik: grammatische Kategorie des Zeitworts zur Anzeige einer Zeit oder Zeitstufe
Herkunft:
mittelhochdeutsch zît, althochdeutsch zît „Abgeteiltes“, von protogermanisch 8. Jahrhundert (vgl. englisch tide, niederländisch tijd, altsächsisch tid); ferner vom protoindoeuropäischen *di-ti-Einteilung der Zeit“, vom Stamm *da-teilen“, von dem u. A. die folgenden Wortgruppen stammen:
Gegenwörter:
[1] Raum
Beispiele:
[1] Wie schnell die Zeit vergeht.
[1] Zeit ist ein Mysterium.
[1] „Früher hat man geglaubt, wenn alle Dinge aus der Welt verschwinden, so bleiben noch Raum und Zeit übrig. Nach der Relativitätstheorie verschwinden aber Raum und Zeit mit den Dingen.“
[1] Kinder, wie die Zeit vergeht.
[2] Mir ist die Zeit mit den Kindern sehr wichtig.
[2] Er ist seit einiger Zeit beurlaubt.
[2] „In der schwärmerischen Sprache der Zeit wird zum Ausdruck gebracht, was die Bergwanderer und Kletterer bewegt: […].“
[2] „In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte so oft sie ihr ins Gesicht schien.“
[2] Zur Zeit der Wikinger gab es dort eine Siedlung.
[3] Zu welcher Zeit fährt der Zug?
[3] Zu der Zeit schlafe ich noch.
[3] „In einer Zeit, da ein Mittelklassewagen wie der andere aussieht und sich auch moderne Verkehrsflugzeuge im Design nur unwesentlich voneinander unterscheiden, ist der Airbus A 380 eben ein besonderes Fluggerät.“
[4] Er war immer auf der Höhe der Zeit.
[4] Zur Zeit bin ich arbeitslos.
[5] Welche Zeit benutzte man in diesem Konditionalsatz hier?
[5] „Sinn und Gebrauch der Zeiten sind ihm noch nicht klar, besonders das Futur bereitet ihm Schwierigkeiten.“
Redewendungen:
ach du liebe Zeit! – Ausruf der Überraschung, des Entsetzens
alle heiligen Zeiten/alle heiligen Zeiten einmal
alles zu seiner Zeit – für alles gibt es den richtigen Zeitpunkt, an dem Erfolgsaussichten am günstigsten sind.
auf der Höhe der Zeit sein – aktuell, modern sein
auf Zeit spielen – etwas hinauszögern
dem lieben Gott die Zeit stehlen
den Nerv der Zeit treffen – etwas zum richtigen Zeitpunkt realisieren und damit den Zeitgeist (Trend) treffen
der Zahn der Zeit – Sichtbarkeit des Alterns
die beste Zeit hinter sich haben – so alt sein, dass jemand etwas nicht mehr so gut kann; auf dem absteigenden Ast sein
die Zeichen der Zeit erkennen – etwas zeitbedingt richtig einschätzen, realisieren
die Zeit ist um – ein bestimmter Zeitpunkt ist gekommen, eine Zeitdauer ist abgelaufen.
höchste Zeit sein
jemandem die Zeit rauben
jemandem die Zeit stehlen
seiner Zeit voraus sein – innovativ sein
von Zeit zu Zeit – gelegentlich, ab und zu
Zeit von der Uhr nehmen
Übersetzungen: Substantiv, m, f, Nachname: Worttrennung:
Zeit, Plural: Zei·ts
Aussprache:
IPA [t͡saɪ̯t]
Bedeutungen:
[1] deutscher Familienname
Beispiele:
[1] „Hermann Joseph Zeit (* 11. März 1925 in Bonn; † 7. August 1988 in Freiburg/Br.) war ein deutscher Sozialarbeiter.“



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