auf Holz klopfen
Redewendung: Worttrennung:
auf Holz klop·fen
Aussprache:
IPA [aʊ̯f ˈhɔlt͡s ˈklɔp͡fn̩]
Bedeutungen:
[1] man sagt es, um jemand anderem damit Glück zu wünschen: es wird schon gut gehen; alles wird gut
[2] man tut es und kommentiert das Tun, um Unglück zu verhindern oder abzuwenden
Herkunft:
in der Seefahrt hatte ein Matrose vor dem Anheuern das Recht, am Mastfuß auf das Holz zu klopfen, um sich ein Bild über den Zustand des Schiffs zu machen. Auch Bergarbeiter klopfen auf das Holz der Stollen, womit diese abgestützt sind, um den Zustand des Holzes zu beurteilen. Ein heller Ton signalisiert gutes, trockenes und tragfähiges, ein dumpfer Ton dagegen nasses, faules und morsches Holz. Eine andere Erklärung geht auf den Glauben an Geister zurück: Wenn man etwas über sein Glück sagte, wie gut es einem ging, hatte man Angst, dass böse Geister es einem neiden würden und Unheil stiften könnten. Deshalb klopfte man währenddessen oder kurz danach auf Holz, damit die bösen Geister die Äußerung nicht hören sollten. Das ging recht einfach, da die Menschen früher in Holzhäusern lebten. In der Schweiz existieren zwei weitere Herkunftsvermutungen: Einerseits ein vorchristlicher, keltischer Brauch demgemäß man einen Baum anfassen musste, um sich so eines bösen Geistes zu entledigen, andererseits aber gibt es auch die christliche Deutung, demgemäss der Brauch sich ableitet vom Anfassen des holzigen Jesus-Kreuzes, was ebenfalls Glück und Heil bringen soll.
Synonyme:
[1] toi, toi, toi
Beispiele:
[1] Nun geh schon, das klappt ganz bestimmt, dreimal auf Holz geklopft!
[2] Und jetzt ist sie auf dem Weg der Besserung. Da muss ich gleich einmal auf Holz klopfen.
[2] Ursula Ziegler klopft auf Holz: „Bislang haben wir keine finanziellen Rückgänge zu beklagen.“
Übersetzungen:


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