aufnehmen
Verb:

Worttrennung:
auf·neh·men, Präteritum: nahm auf, Partizip II: auf·ge·nom·men
Aussprache:
IPA [ˈaʊ̯fˌneːmən]
Bedeutungen:
[1] etwas aufheben, an sich nehmen oder zu sich nehmen
[2] übernehmen (beispielsweise einen Titel in ein Verzeichnis oder einen Gedanken in eine Diskussion)
[3] etwas beginnen, starten
[4] jemanden empfangen, unterbringen, Menschen in einem Gebäude beherbergen
[5] soziologisch: jemanden (in eine Gruppe) integrieren, ein neues Mitglied bekommen (beispielsweise in einem Verein, in einer Gruppe)
[6] etwas übernehmen, annehmen (beispielsweise eine Anleihe)
[7] einen Gegenstand in eine Halterung führen
[8] Technisch: ein Bild, eine Begebenheit, ein akustisches oder sonstiges Ereignis auf ein entsprechendes Trägermedium aufzeichnen
[9] Naturwissenschaften: absorbieren
[10] transitiv: ein Gewässer'' aufnehmen: es als Nebenfluss haben, es in sich münden sehen
Herkunft:
zusammengesetzt aus Vorsilbe auf- und dem Verb nehmen
Synonyme:
[1] an sich nehmen, aufheben, in seinen Besitz bringen
[2] übernehmen
[3] anfangen, beginnen
[4] beherbergen
[5] integrieren
[8] aufzeichnen
[9] absorbieren
Gegenwörter:
[1] hergeben, abgeben, weglegen
[3] stoppen, nicht in Gang bringen
[4] abweisen
[8] löschen
[9] absondern
[10] konverse Relation: (ein-)münden in etwas
Beispiele:
[1] Der Hund nimmt den Stock meistens auf.
[1] Rutscht die Krücke aus der Hand, lässt sie sich damit einfach und sicher wieder vom Boden aufnehmen, ohne dass sich der Benutzer danach bücken müsste.
[2] Ich sollte den Suchbegriff in das Verzeichnis aufnehmen.
[2] Das ist ein interessanter Gedanke, den sollten wir unbedingt aufnehmen.
[3] Wann wirst du die Arbeit an dem Projekt aufnehmen?
[3] „Als wir im Brandenburger Umweltministerium Ende 1990 die Arbeit aufnahmen, hatten wir nicht mehr als ein Zimmer, ein Türschild, einen Staatssekretär und sechs Mitarbeiter, die sich ein einziges Telefon teilten.“
[3] [Nach dem Abitur] „nimmt er in Tübingen das Studium der Theologie auf.
[4] Die Herberge wird den Bettler sicher aufnehmen.
[4] Ich nehme den Igel auf, bis er wieder gesund ist.
[5] Gestern habe ich ein neues Mitglied in unseren Verein aufgenommen.
[5] „»Städte, Kommunen, Kirchengemeinden, zivilgesellschaftliche Gruppen werden ausgebremst von politischen Strukturen und der jüngsten Entscheidung des Bundestags, nicht einmal die Schwächsten der Schwächsten aufzunehmen: Kinder auf der Flucht.«“
[6] Müssen wir für den Hausbau einen Kredit aufnehmen?
[6] „Zudem konnten es sich Unternehmen wegen der hohen Zinsen gar nicht erst erlauben, Kredite mit langer Laufzeit aufzunehmen.
[6] […] Großbritannien muss umgerechnet 56 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen.
[7] Der Getränkehalter wird sicher auch Dosen aufnehmen können.
[8] Ich werde das Fußballspiel auf Video aufnehmen.
[8] Hast du ein Bild von mir aufgenommen?
[9] „In Abhängigkeit von der Temperatur kann Luft von einem gegebenen Volumen nur eine gewisse Höchstmenge Wasserdampf aufnehmen.
[10] Der Neckar nimmt etliche Zuflüsse vom Albtrauf her auf, ehe er bei Plochingen sich endgültig von ihm abkehrt.
Redewendungen:
[5] jemanden mit offenen Armen aufnehmen
Übersetzungen:


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