aufringen
Verb, [[unregelmäßig:

Worttrennung:
auf·rin·gen, Präteritum: rang auf, Partizip II: auf·ge·run·gen
Aussprache:
IPA [ˈaʊ̯fˌʁɪŋən]
Bedeutungen:
  • starke Konjugation, veraltet:
[1] intransitiv, auch übertragen: ringen/heftig danach streben, in die Höhe zu kommen/emporzukommen
[2] reflexiv, auch übertragen: sich mit großer Anstrengung bemühen, in die Höhe zu kommen/emporzukommen
[3] transitiv: auf oder an einen Ring bringen, stecken
Beispiele:
[1] „Es ist nicht zu vermeiden, daß der Unterdrückte gegen seinen Unterdrücker aufringen wird, sobald er die Macht in sich fühlt, den Druck aufzuwiegen.“
[1] „Wenn nun endlich die ganze Schöpfung nichts wäre, als eine in der Materie untergegangene Gottheit, welche aufringend zur Freiheit, emporstieße in allerlei Schaffung, und immer wieder erfolglos, jammernd, und dennoch fortringend, wieder untersänke?“
[1] „Vorwärts dringen, nach immer höherer Vollkommenheit aufringen, das ists, wornach meine ganze Seele dürstet.“
[1] „So sind nun mehrere Einwohner Bostons zusammengetreten und wollen ein Capital von 100,000 Dollars durch Actien von 50 Dollars aufringen, dafür Land — zunächst in Wisconsin — kaufen und arme Emigranten dahin bringen, welchen Land unter der Bedingung der Zahlung in siebenjährigen Terminen gegeben werden soll, wozu, dem Anschlage nach, bei tüchtiger Arbeit nur ein Zehntel des Ertrags dieses Landes in Anspruch genommen werde.“
[2] „Ein dreifaches banges Abarbeiten, wie das unter dem Alpdrücken ist, wenn man sich aus dem Schlafe aufringen will, trieb mich aus einander, es betraf außer Georgetten noch Her, minen [sic!] und Leibgebers logischen Kursus.“
[2] „Der Schlag hatte sie niedergeschmettert, aber sie hatte sich wieder aufgerungen, und sie jammerte nicht.“
[2] „Eine Ausnahme hiervon machten die bewährten, alten Kämpfer für Volksrecht und Freiheit, die Manner [sic!] langer parlamentarischer Uebung und Jene, die sich zu politischer Durchbildung und unwandelbarer Gesinnungsfestigkeit aufgerungen hatten.“
[2] „In dem zweiten Viertel unsers Jahrhunderts, wo sich die protestantische Theologie vorzugsweise in der Dogmatik wieder aufringen mußte von der rationalistischen Niederlage, wo sie wider die Kritik der Evangelien und für den Gehalt der Bekenntnißschriften stritt, führte die katholische Kirche Deutschlands auf den verschiedensten Punkten gleichzeitig ihren großen Proceß über die Unbilden von 1803, über geschmälerte Dotationen, säcularisirte Besitzthümer, entwundene klerikale Rechte.“
[2] „Ich fühlte, daß ich um jeden Preis mich aufringen und stark machen mußte, um dem holden leidenden Wesen neben mir aufzuhelfen, zu Muth und Kraft in dieser Noth, zur Ergebung in dem Schmerz des Augenblicks.“
[2] „Sie kann sich zu keiner Wildheit aufringen im kecken Aufspringen eines entschiedenen Affektes.“
Übersetzungen: Verb, regelmäßig:

Worttrennung:
auf·rin·gen, Präteritum: ring·te auf, Partizip II: auf·ge·ringt
Aussprache:
IPA [ˈaʊ̯fˌr̺ɪŋən], [ˈaʊ̯fˌɹɪŋən]
Bedeutungen:
[1] transitiv, intransitiv; Südafrika (KwaZulu-Natal: Durban, Izotscha): mit jemandem telefonisch in Verbindung treten, mithilfe eines Telefons mit jemandem sprechen
Herkunft:
Lehnbildung nach englisch to ring up
Synonyme:
[1] anrufen, fernsprechen, telefonieren; umgangssprachlich: antelefonieren/antelephonieren, durchrufen; landschaftlich: anbimmeln, anklingeln
[1] Deutschland landschaftlich (vor allem süddeutsch); Österreich landschaftlich (vor allem westösterreichisch: Vorarlberg), sonst mundartnah oder veraltend; Schweiz; Südtirol mundartnah; Südafrika (KwaZulu-Natal): anläuten
[1] Namibia, Südafrika (KwaZulu-Natal): anbellen
[1] Südafrika (KwaZulu-Natal) scherzhaft: ankhonkhothan
Beispiele:
[1] „Er hat mich aufgeringt.
[1] „Sie ringte mich auf.



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