begeben
Verb:

Worttrennung:
be·ge·ben, Präteritum: be·gab, Partizip II: be·ge·ben
Aussprache:
IPA [bəˈɡeːbn̩], [bəˈɡeːbm̩]
Bedeutungen:
[1] intransitiv, reflexiv, nur in der unpersönlichen Form gebräuchlich: geschehen, sich ereignen
[2] transitiv, reflexiv: einen Ort aufsuchen
[3] transitiv, reflexiv, übertragen: sich in einen Zustand versetzen
[4] transitiv, reflexiv, übertragen: eine Tätigkeit aufnehmen
[5] transitiv, reflexiv, übertragen: auf etwas verzichten/sich etwas entledigen
Herkunft:
Etymologie: aus dem 10. Jahrhundert von althochdeutsch bigeban ‚verlassen, aufgeben‘, über mittelhochdeutsch begeben
früher nicht nur reflexiv verwendet
Wortbildung: Derivation (Ableitung) des Verbs geben mit dem Präfix be-
Synonyme:
[1] sich ereignen, geschehen, passieren, sich zutragen
[2] aufsuchen, hingehen
[3] sich bringen (Zustand)
[4] sich zuwenden (Tätigkeit)
[5] verzichten, sich entledigen, aufgeben
Gegenwörter:
[1] unterbleiben
[5] behalten
Beispiele:
[1] Es begab sich zu dieser Zeit, dass ein bekannter Philosoph in die Stadt kam.
[2] Begib dich bitte in die Küche.
[2] „Danach begeben sie sich gemeinsam in das Gotteshaus, wo der Pastor zwei Stunden lang die Messe liest.“
[2] „Es handelt sich um einen leidenschaftlichen Segelflieger, der sich wegen zwischenmenschlicher Probleme in die Behandlung begeben hat.“
[3] Wir sollten uns außer Gefahr begeben.
[4] Sie begab sich sofort an die Arbeit.
[5] Dadurch begab er sich der Chance, etwas Einzigartiges zu erschaffen.
[5] „[…] man solle kein vortheil begeben, es sei wie klein es sei.“ (Luther)
Übersetzungen:


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