bemächtigen
Verb:

Worttrennung:
be·mäch·ti·gen, Präteritum: be·mäch·tig·te, Partizip II: be·mäch·tigt
Aussprache:
IPA [bəˈmɛçtɪɡn̩]
Bedeutungen:
[1] reflexiv, mit Genitiv: mit Vorsatz, Gewalt (Macht), auch gegen Widerstand, an sich nehmen
[2] reflexiv, mit Genitiv, über ein Gefühl: von einer Person Besitz ergreifen, spürbar sein
Herkunft:
Ableitung vom Adjektiv mächtig mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) be-
Gegenwörter:
[1] geben
Beispiele:
[1] „Im Sommer 944 bemächtigt sich Ludivig IV. der Normandie.“
[1] „Ich bemächtigte mich der Situationen und versetzte mich, um so zu sagen, selbst hinein. Die Personen wurden die meinigen, ich ließ sie handeln und sprechen und veränderte nach Belieben die Reihenfolge ihrer Abenteuer.“
[1] Sich der Statue bemächtigend stürmte sie aus dem Zimmer.
[1, 2] „Ob man sagt: Die Aufmerksamkeit wendet sich einer Vorstellung zu, ich lenke meine Aufmerksamkeit auf sie oder die Vorstellung bemächtigt sich meiner Aufmerksamkeit, so sind das nur verschiedene Ausdrucksweisen.“
[2] Ein starkes Gefühl der Unlust bemächtigte sich ihrer.
[2] „Eine unbestimmte Angst bemächtigt sich meiner. Etwas Düsteres ist im Anmarsch.“



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